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Greifswald Nachfolge von Modeß in Greifswald immer noch unklar
Vorpommern Greifswald

Immer noch keine Entscheidung im Ringen um Greifswalder Kirchenmusikprofessor

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15:03 14.01.2020
Professor Jochen A. Modeß leitete letztmals 2018 die Greifswalder Bachwoche Quelle: Rainer Neumann
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Greifswald

Seit Ende des Sommersemesters 2018 ist Kirchenmusikdirektor Professor Jochen Modeß im Ruhestand. Die Uni benannte schon im Frühjahr letzten Jahres ihre drei Wunschkandidaten aus über 40 Bewerbern für diesen in Mecklenburg-Vorpommern einzigartigen Lehrstuhl mit dem Schwerpunkt Chorleitung. Dabei gibt es eine Reihung, in aller Regel wird zunächst der Erstplatzierte berufen. Aber das Bildungsministerium hat bislang keinen Nachfolger bestimmt.

Kirche hat wie bei Theologieprofessoren Mitspracherecht

„Die Gespräche laufen noch“, teilt Michaela May, die Sprecherin von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) auf OZ-Anfrage mit. Involviert ist auch das Justizministerium, das für die Kirchen verantwortlich ist. Die Nordkirche hat entsprechend dem Güstrower Vertrag von 1994 und Folgeverträgen wie bei der Berufung von Theologieprofessoren ein Mitspracherecht. Das ist unstrittig. „Demnach ist für eine Anstellung die Zustimmung der Kirche hinsichtlich Lehre und Bekenntnis der bzw. des Anzustellenden erforderlich“, teilte Sprecher Stefan Döbler schon im Sommer 2019 mit. Ende Juni hatte sich Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt in der Berufungsfrage positioniert. Seither wird um die Entscheidung gerungen.

Mit der Professur ist das Amt des Domkantors verbunden

Nach offiziell nicht bestätigten Informationen der OZ gibt es ein Problem. Der Kandidat der Uni ist katholisch. Dass er evangelisch sein müsse, wird in der im Juni 2017 in der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlichten Stellenanzeige übrigens nicht explizit erwähnt. Dort heißt es nur: „Mit der Stelle verbunden ist das Amt der Domkantorin/des Domkantors und damit die Leitung des Greifswalder Domchores sowie weiterer universitärer Ensembles. Die Stelleninhaberin/Der Stelleninhaber hat zugleich die künstlerische Leitung der Greifswalder Bachwoche inne.“

Kantoren müssen evangelisch sein

Der Kirchenmusik-Lehrstuhlinhaber wird zwar vom Land bezahlt, aber der Inhaber bildet Kantoren für die Kirche aus. Diese müssen zumindest bei sogenannten A- und B-Stellen laut aktuellem Anstellungsgesetz der Nordkirche evangelisch sein. Die Kirchenmusik besitzt in der evangelischen Theologie einen sehr hohen Stellenwert.

Eine Bachwoche gab es 2019 trotzdem. Die Landeskirchenmusikdirektoren Prof. Frank Dittmer (Greifswald), Hans-Jürgen Wulf (Hamburg) und Prof. Matthias Schneider (Greifswald), Direktor des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaften, übernahmen die Intendanz.

Der Lehrstuhl für Kirchenmusik mit dem Schwerpunkt Chorleitung vertrat im Sommersemester 2019 der Greifswalder Absolvent Friedrich Kühn. In diesem Wintersemester ist es die Landeskantorin der Nordkirche Christiane Hrasky.

Von eob

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