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Greifswald Greifswald wird im September tschechisch
Vorpommern Greifswald Greifswald wird im September tschechisch
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17:51 15.08.2019
Andreas Ohme ist Professor für slawische Literaturwissenschaft an der Uni Greifswald Quelle: Uni Greifswald
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Greifswald

Das Krupp-Kolleg setzt einen neuen Akzent. Vom 9. bis 14. September findet zum ersten Mal ein Bohemicum an der Martin-Luther-Straße des Kollegs und des Instituts für Slawistik der Uni Greifswald statt. Das große Thema ist „Die Macht der Sprache. Moc Jazyka“.

„Zur Eröffnung kommt der Botschafter der Tschechischen Republik, Tomáš Jan Podivínský, nach Greifswald“, freut sich Christian Suhm, der wissenschaftliche Geschäftsführer des Krupp-Kollegs. Das ist schon eine Auszeichnung. Zum 19. Ucrainicum, das noch bis zum Wochenende läuft, kam der Vizebotschafter.

Der polnische Botschafter wird indes in diesem Jahr nicht kommen, das heißt, zumindest nicht zu einem Polonicum, wie es im letzten Jahr zum achten Mal stattfand. Die Kapazitäten sind begrenzt. „Das heißt nicht, dass es nicht künftig wieder ein Polonicum gibt“, betont Suhm.

Zumindest zwei Gründe sprechen für eine erste Sommerakademie Bohemicum. Mit Andreas Ohme wurde 2018 ein Wissenschaftler auf den Lehrstuhl für Slawische Literaturwissenschaft berufen, der einen Schwerpunkt in der Bohemistik hat. Tschechisch gehört wie Ukrainisch, Polnisch und Russisch zu den Sprachen, für die es an der Greifswalder Slawistik Lektoren gibt. Allerdings gibt es bei dieser Sommerschule, anders als beim Ukrainicum, keine Tschechisch-Sprachkurse, aber Übersetzungsübungen.

„Die Bohemistik erforscht die Sprache, Literatur und Kultur der Tschechen und hält das Bewusstsein von deren Beitrag zur europäischen Kultur wach“, erläutert Ohme. Sie habe auch die interkulturellen Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen im Blick und trage so zum gegenseitigen Verständnis zweier Nationen im Herzen Europas bei. Deutsche und tschechische Studierende können über „Die Macht der Sprache“ in Seminaren und Vorträgen theoretisch und praktisch lernen und sich besser verstehen.

Auch Anna Lena Klatt, am Krupp-Kolleg für den Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa am Krupp-Kolleg zuständig, hat einen bohemistischen Schwerpunkt und ist wie Ohme Teil der wissenschaftlichen Leitung mit Raija Hauck (früher Greifswald, jetzt Saarbrücken) und Zbyněk Fišer (Brünn/Brno).

mehr unter www-wiko-greifswald.de

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