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18:20 27.11.2019
Das Haus Gützkower Straße 59 soll verkauft werden. Vorrang haben Interessenten, wenn sie bezahlbaren Wohnraum schaffen. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Beim Verkauf städtischer Mehrfamilienhäuser in Sanierungsgebieten wie der Innenstadt und der Fleischervorstadt soll künftig die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ein wichtiges Kriterium sein. Darum soll der beschlossene Katalog, der die Entscheidungsgrundlage für einen Käufer ist, zunächst einmal für die stark sanierungsbedürftigen Gebäude Steinstraße 2 und Gützkower Straße 59 verändert werden. Die Ausschreibung beider Grundstücke ist für 2020 vorgesehen.

Der Vorschlag der Verwaltung: Bis zu einer garantierten Netto-Kaltmiete von 7,50 Euro je Quadratmeter bekommt der Bewerber fünfzehn Punkte, bis 8,50 Euro zehn und bis 9,50 Euro fünf Punkte. Außerdem muss sich der Interessent verpflichten, in der ersten zwei Jahren nach Bezug die Miete nicht zu erhöhen. 15 Punkte sind sehr viel, es ist ein Drittel der erreichbaren Gesamtpunktzahl bei etwa 20 Kriterien. Für besondere ökologische und energetische Maßnahmen gibt es beispielsweise nur zwei Punkte.

Anders als bei vorangegangenen Verkäufen im Sanierungsgebiet soll in diesen beiden Fällen auch der Verzicht auf die Ausreichung von Städtebaufördermitteln kein Argument zugunsten des Interessenten sein. So verzichteten die Erwerber der Objekte Lange Reihe 76/77 und Lange Reihe 83 auf Städtebaufördermittel. Dafür erhielten sie einen Punkt. In beiden Fällen gab es sehr viele Interessenten. Grundstücke in der Innenstadt und den historischen Vorstädten sind rar.

Wie Volkmar Böttcher für das Immobilienverwaltungsamt informierte, können in den beiden Häusern in der Stein- und Gützkower Straße keine Sozialwohnungen geschaffen werden. Denn für Sanierungen gebe es keine der für die dann geltende Mietobergrenze von 5,50 Euro nötigen Fördermittel.

In der Ortsteilvertretung Innenstadt votierten alle Mitglieder für den Vorschlag der Verwaltung. Mitglied Michael Hosang (SPD) hätte sich gewünscht, dass auch ein 314 Quadratmeter großes, derzeit unbebautes Grundstück nach den Kriterien für bezahlbaren Wohnraum ausgeschrieben wird. Dieses soll ebenfalls verkauft werden. „Das ist ein klassisches Grundstück für ein selbst genutztes Einfamilienhaus“, sagte Volkmar Böttcher dazu. Auch mit Rücksicht au die schon stehenden Häuser könne hier kein Mehrfamilienhaus errichtet werden. „Ein Mehrfamilienhaus hat durchschnittlich acht Wohnungen.“

Möglicherweise bleibt die veränderte Richtlinie auf diese beiden Grundstücke begrenzt. Städtische Flächen für Mietwohnungsbau im Sanierungsgebiet mit möglichen Verpflichtungen zu bestimmten Mietobergrenzen, gibt es laut Verwaltung im Sanierungsgebiet nur noch zwischen Fisch-, Bach- und Roßmühlenstraße und an der Kuhstraße. Hier befinden sich gegenwärtig Parkplätze. Ob sich das in absehbarer Zukunft ändert, sei derzeit schwer abzuschätzen.

Von Eckhard Oberdörfer

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