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Greifswald Investoren planen Gaststätte im Greifswalder Museumshafen
Vorpommern Greifswald Investoren planen Gaststätte im Greifswalder Museumshafen
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15:45 25.05.2018
Soll diese Fläche verkauft und bebaut werden? Am Sonntag ist die Abstimmung zum Bürgerentscheid Museumshafen bleibt grün. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Zu jeder Jahreszeit könnten Besucher vom Nordufer des Ryck auf die Silhouette der Stadt Greifswald schauen können. So wirbt die Quartier am Ryck GmbH für ihr Projekt einer Gaststätte mit „durchsichtiger“ Fassade. Seit 2012 verfolgen die Investoren diesen Plan. Doch der Widerstand ist sehr groß.

Innerhalb weniger Wochen hat die Bürgerinititiative „Der Museumshafen beibt grün“ über 5000 Unterschriften gegen jede Bebauung der Fläche gesammelt, genug für einen Bürgerentscheid. Sie möchte, dass die Wiese nicht verkauft werden darf.

Die aktuelle Planung ist drei Jahre alt und wurde von der Bürgerschaft ohne große Debatten akzeptiert. Sie sieht eine touristische Nutzung, zum Beispiel eine Gaststätte oder ein Gradierwerk, vor.

Der Widerstand gegen jede Bebauung formierte sich erst in diesem Jahr, als OB Stefan Fassbinder (Grüne) den Gremien der Bürgerschaft ein konkretes Projekt zur Abstimmung vorstellte. Es stimmt nicht mit dieser Planung überein. Die Firma FPx5 wollte eine digitale Arztpraxis (Carecenter) plus Café, Kiosk, Tourist-Info und WC realisieren. Dieser Investor wird seinen Plan nun an der Salinenstraße zwischen Festwiese und Segeltuchwerkstatt verwirklichen. Allerdings ohne öffentliche Toilette, wie der Oberbürgermeister mitteilte.

Die Quartier am Ryck GmbH war seit 2012 hingehalten worden und erfuhr von der Umplanung erst aus der OZ. Die Vorstellung ihres Projekts und der Vorhaben anderer Interessenten sollte zunächst auf einer Bürgerschaftssitzung erfolgen. Das wurde kurzfristig abgesagt.

Fünf Kandidaten der zeitgleich stattfindenden Landratswahl sprechen sich deutlich gegen die Bebauung der Fläche aus (Monique Wölk (SPD), Ulrike Berger (Grüne), Kai Uwe Ottenbreit, Dirk Scheer, Andreas Suttor (alle parteilos). Axel Gerold (AfD) plädiert dafür, die Fläche im Eigentum der Stadt zu belassen, um selbst entscheiden zu können. Michael Sack begrüßt den Bürgerentscheid.

Oberdörfer Eckhard

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