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Greifswald Ja, Nein, beides, weiß nicht, Kompromiss
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00:00 28.11.2017
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Greifswald

Die gestern gestartete Onlinebefragung zum Universitätsnamen Ernst Moritz Arndt dürfen die Arndt-Befürworter als Erfolg ihrer monatelangen Proteste verbuchen.

Bereits im Sommer 2016 hatten die studentischen Senatoren auf ein solches Meinungsbild ohne Erfolg gefordert. Noch Mitte dieses Jahres betonten Senatsmitglieder gebetsmühlenartig, dass die Entscheidung über den Uni-Namen einzig und allein Aufgabe des höchsten Hochschulgremiums ist. Auch jetzt stellt die Senatsvorsitzende Professor Maria-Theresia Schafmeister klar, dass die Senatoren bei ihrer Entscheidung über den Namen nicht an das Meinungsbild gebunden sind. „Jedes Mitglied des Senats wird bei einer Entscheidung eigenständig und unabhängig im Senat abstimmen“, so Schafmeister.

Neben Arndt-Befürwortern, die auf der Straße demonstrierten, forderten auch Studierende und Uni-Mitarbeiter immer lauter eine Befragung. Mehr als 1000 Studierende und 800 Mitarbeiter hatten sich in Unterschriftenlisten für eine Befragung ausgesprochen. „Ein Meinungsbild innerhalb der Universität zu ermitteln, haben die Senatoren der Statusgruppe der wissenschaftlichen und der weiteren Mitarbeiter angeregt. Die studentischen Senatsvertreter und die Senatoren der Gruppe der Professoren haben die Initiative in der Senatssitzung am 15. November 2017 begrüßt“, sagt Schafmeister.

Nun dürfen bis zum 8. Dezember 15 000 Uni-Mitglieder abstimmen, darunter zirka 9430 Studierende, 2240 wissenschaftliche Mitarbeiter, 3190 weitere Mitarbeiter und 240 Professoren. Die Umfrage besteht aus zwei Teilen. Zunächst wird gefragt: Welchen Namen soll die Universität künftig tragen? Da sich eventuell nicht jeder hierzu eindeutig positionieren kann oder möchte, haben Unentschlossene die Wahl zwischen zwei Antwortmöglichkeiten: Wer sowohl mit dem Namen Ernst-Moritz- Arndt-Universität Greifswald als auch mit dem Namen Universität Greifswald gleichermaßen einverstanden ist, kann dies so angeben. Wer keine Entscheidung treffen möchte, kann dies ebenfalls ankreuzen. Im zweiten Teil wird gefragt, ob eine Kompromisslösung gut für die Universität wäre. „Wie eine solche Lösung aussehen könnte, kann derzeit noch nicht konkret formuliert werden, da geprüft werden muss, ob Kompromissmöglichkeiten rechtlich und praktisch umsetzbar sind“, sagt Uni-Pressesprecher Jan Meßerschmidt. Eine Idee hierzu hatte Rektorin Johanna Weber ins Spiel gebracht: „Die Universität Heidelberg trägt einen Namenszusatz, der aber nicht auf dem Briefkopf steht. Solche Möglichkeiten könnten geprüft werden.“

Über einen per Mail versendeten Link und eine Tan wird sichergestellt, dass jedes Uni-Mitglied nur einmal abstimmen kann.„Die Auswertung der Meinungsumfrage erfolgt nach Statusgruppen. Hierfür werden alle Statusgruppen getrennt voneinander, aber inhaltsgleich, befragt“, erklärt Jan Meßerschmidt. Die Vorbereitungen für eine studentische Urabstimmung zu Arndt laufen unabhängig von der Umfrage weiter.

Unentschlossene können sich auf den folgenden beiden Webseiten über Arndt informieren:

Wissenschaftler argumentieren für die Ablegung: http://für-die-universität-greifswald.de/

Wissenschaftliche Anhörung und Hintergründe aus den Jahren 2009/10: https://www.uni-greifswald.de/universitaet/geschichte/ernst-moritz-arndt/

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