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Greifswald Schwere Vorwürfe gegen den Rettungsdienst
Vorpommern Greifswald Schwere Vorwürfe gegen den Rettungsdienst
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19:04 26.06.2018
Sarah Larisch wurde im Urlaub in Zinnowitz schwer krank, doch der Krankentransport des DRK behandelte sie schlecht. Quelle: Susanne Heinrich
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Zinnowitz

„Die Insel Usedom werden wir in den nächsten Jahren bestimmt nicht aufsuchen. Dort darf man unter keinen Umständen krank werden und einen Notarzt benötigen“, sagt Susanne Heinrich. Grund für den Ärger der Berlinerin ist eine plötzliche schwere Erkrankung ihrer Tochter Sarah Larisch, die mit ihren Eltern erholsame Tage in Zinnowitz verbringen wollte. 

Sanitäter reagieren ungehalten

Schon am zweiten Tag des Urlaubs bekam die 27-Jährige schwere gesundheitliche Probleme mit Schwindel, Übelkeit und Atemnot. Als der Notarzt kam, habe der bei ihrer Tochter eine Gastritis diagnostiziert und Medikamente verabreicht. „Doch nach einer Stunde ging es unserer Tochter noch schlechter. Sie wurde ohnmächtig und stürzte. Ich habe wieder die 112 angerufen und erneut nach einem Notarzt verlangt. Das hat man abgelehnt mit der Begründung, dass doch schon der Arzt dagewesen sei“, berichtet die Berlinerin. Als sie darauf verwies, dass es der Tochter noch schlechter gehe und sie ohnmächtig geworden sei, habe sie zur Antwort bekommen, dass man sich auch mal etwas gedulden müsse, bis es besser werde. Die Mutter bestand auf Einlieferung in ein Krankenhaus. Erst nach langer und unschöner Diskussion sei ein Krankentransport geschickt worden.

Kompetente Behandlung in Wolgast und Greifswald

Im Wolgaster Krankenhaus hätte ein freundlicher und sehr kompetenter Arzt sofort erkannt, dass die Tochter lebensgefährlich erkrankt war: Sie hatte einen eruptierten Eileiter und Blut im Unterbauch. Der Arzt in Wolgast habe sofort veranlasst, dass Sarah Larisch in die Universitätsfrauenklinik nach Greifswald kam, wo sie umgehend operiert wurde. Susanne Heinrich hat Klage eingereicht beim Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der für Notarzteinsatz und Krankentransport zuständig ist, und bei der Ärztekammer MV.

Cornelia Meerkatz

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