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Greifswald Jutta Dinse gewinnt in Gützkow knapp vor Stephan Grabow
Vorpommern Greifswald Jutta Dinse gewinnt in Gützkow knapp vor Stephan Grabow
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12:02 28.05.2019
Auf dem Bürgermeisterstuhl im Gützkower Rathaus wird auch die nächsten Jahre Jutta Dinse Platz nehmen. Quelle: OZ
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Vorpommern-Greifswald

Die Auszählung der Kommunalwahlergebnisse dauerte bis in die Nachtstunden. Doch nach ein Uhr stand es dann fest: Jutta Dinse aus Dargezin wird auch in den kommenden fünf Jahren das Amt der Bürgermeisterin in Gützkow bekleiden. Allerdings fiel das Ergebnis denkbar knapp aus: Die 66-Jährige, die als Parteilose wiederholt für die CDU antrat, erhielt 659 der 1275 gültigen Stimmen und damit 51,69 Prozent. Ihr Herausforderer Stephan Grabow von den Freien Wählern kam auf 48,31 Prozent (616 Stimmen).

„Vom Ergebnis bin ich schon enttäuscht“, sagte Dinse gestern. Hatte sie sich aufgrund ihrer bisherigen Arbeit doch wesentlich mehr Unterstützer erhofft. „Doch ich akzeptiere natürlich die Entscheidung der Wähler, schaue jetzt nach vorn und reiche auch all jenen die Hand, die mich nicht gewählt haben“, erklärte sie. Anders die Reaktion von Stephan Grabow: „Ich bin positiv überrascht, dass mich so viele gewählt haben. Natürlich hätte ich gern das Rennen gemacht. Aber aus dem Stand heraus so ein Ergebnis zu erzielen und damit auch die zweithöchste Einzelstimmenwertung ist schon toll“, freute sich der 40-jährige Gützkower.

„Vom Wahlergebnis bin ich schon enttäuscht.“ Jutta Dinse gewann mit einer knappen Mehrheit die Bürgermeisterwahl in Gützkow Quelle: CDU

Das Bürgerbündnis Gützkow bekam bei der Wahl zur Stadtvertretung mit 33,3 Prozent die meisten Stimmen und wird somit fünf Sitze einnehmen – einer weniger als bislang, gefolgt von der CDU (31,4 %) mit vier Sitzen und den Freien Wählern (15,2 %) mit zwei Sitzen. Jeweils einen Sitz bekommen die Wählergemeinschaft Kölzin (10,2%), die AfD (5,3 %) und Die Linke (4,7 %). Die Wahlbeteiligung lag in Gützkow bei 51,6 Prozent.

Die höchste Wahlbeteiligung im Amt Züssow wies mit 76,7 Prozent die kleine Gemeinde Gribow auf. Thomas Peterson ist der alte und neue Bürgermeister. Auf ihn entfielen 84,2 Prozent der gültigen Stimmen. Herausforderin Wiebke Hohberg (15,8 %) ergatterte trotzdem einen Sitz in der Gemeindevertretung, die von der Wählergemeinschaft für Gribow mit fünf Sitzen dominiert wird.

Spannend bleibt es in Groß Kiesow. Denn dort kommt es am 16. Juni zur Stichwahl zwischen der bisherigen Bürgermeisterin Astrid Zschiesche und Reinhard Rätz, weil keiner der drei Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen konnte. Andrea Windisch (SPD) erhielt 103 Stimmen (17,3 %), ist damit aus dem Rennen ausgeschieden. Allerdings erhielt sie ein Mandat für die Gemeindevertretung. Rätz vereinte bei der Bürgermeisterwahl 209 Stimmen (35,1 %) auf sich, Zschiesche erhielt 283 Stimmen (47,6 %). Der Sieger benötigt jedoch über 50 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent.

In der neuen Großgemeinde Karlsburg konnte sich nach dem Zusammenschluss mit Lühmannsdorf Bürgermeisterkandidat Mathias Bartoszewski aus Steinfurth von der Wählergemeinschaft Karlsburg mit 642 Stimmen (70,9 %) gegenüber Mitbewerber Frederik Wolf (264 Stimmen, 29,1 %) vom Bürgerbündnis KaLü behaupten. Die Wahlbeteiligung lag in der Gemeinde bei 60,8 Prozent.

In Bandelin ist die bisherige auch die neue Bürgermeisterin: Jana von Behren von der Unabhängigen Wählergemeinschaft gewann mit 182 Stimmen (73,1 %) vor dem Einzelbewerber Peter Eisenbeis mit 67 Stimmen (26,9 %). In der Gemeinde nutzten 56,2 Prozent der Bürger ihr Wahlrecht.

In Züssow gab es mit Jörg Buchholz (CDU) nur einen Bewerber für das Bürgermeisteramt. Er erhielt 66,7 % der gültigen Stimmen. 33,3 % der Wähler gaben eine Nein-Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,8 Prozent.

Paul Juds heißt der neue Bürgermeister der kleinen Gemeinde Wrangelsburg. Der 22-Jährige war ebenfalls der einzige Kandidat und erhielt 63,6 % der Stimmen. 61,1 % der Wähler traten an die Urne.

In Groß Polzin regiert künftig Sebastian Hornburg (CDU). Er erhielt mit 103 Stimmen knapp die absolute Mehrheit (51 %) und stach damit seine Mitbewerber Grabowski und Steiner-Springborn aus. In Klein Bünzow wurde Karl Jürgens (CDU) mit 70,4 Prozent der Stimmen wiedergewählt, ebenso wie Peter Dinse (60,8 %) in Murchin. In Rubkow löst Holger Wendt jetzt Manfred Höcker ab, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Er erhielt 85 Prozent der Stimmen. In Schmatzin gewann Jan-Henrik Hempel mit 60,1 % vor dem bisherigen Bürgermeister Klaus Brandt. In Ziethen ließ der bisherige Bürgermeister Werner Schmoldt mit 69,4 % der Stimmen den Mitbewerber Frank-Uwe Trinkl hinter sich.

Im Amt Lubmin stehen alle Bürgermeister fest

Im Amt Lubmin hatte die Gemeinde Wusterhusen mit drei Bürgermeisterkandidaten die wohl spannendste Wahl, wobei der alte Bürgermeister das Rennen machte: Burkhard Köpnick (Freie Wählergemeinschaft Wusterhusen) gewann die Abstimmung mit 326 Stimmen (52,1 %) vor Helfried Blohm (CDU) mit 28,1 % und Edgar Offel (Einzelbewerber) mit 19,8 %. Blohm und Offel sind dennoch im Gemeinderat vertreten. Die Wahlbeteiligung betrug 63,6 Prozent.

In Hanshagen lag sie bei 70,7 Prozent. Dort gibt es einen Führungswechsel, da sich der bisherige Bürgermeister Michael Harcks nicht mehr zur Wahl stellte. Hier gewann Joachim Pukowski von der Wählergemeinschaft Hanshagen mit 379 Stimmen (71,1 %) vor Sven Weise (Die Linke) mit 154 Stimmen (28,9 %). Weise erhielt jedoch auch ein Mandat für die Gemeindevertretung.

In Katzow ist der Alte auch der Neue: Norbert Labahn von der Bürgerinitiative Katzow setzte sich mit 218 Stimmen (65,7 %) vor dem Herausforderer und Einzelbewerber Karsten Schönfeldt (114 Stimmen, 34,3 %) durch. Die Wahlbeteiligung betrug 68,2 Prozent.

Dasselbe gibt es auch von Kröslin zu berichten: Holger Dinse (WG „Unsere Gemeinde“) verteidigte sein Amt mit 765 Stimmen (75 %) gegenüber Mitbewerber Gerd Basler (SPD), der 255 Stimmen (25 %) erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,4 Prozent.

In den übrigen sechs Gemeinden des Amtes gab es keine Überraschungen. Die bisherigen Bürgermeister sind auch die neuen, sie hatten keine Konkurrenten. Und so schnitten sie ab: Jens Kortmeyer von der Wählergemeinschaft „Unser Dorf“ in der Gemeinde Brünzow erhielt 249 Stimmen (76,4 %). Die Wahlbeteiligung betrug 64 Prozent.

In Kemnitz erhielt Klaus Buchheister von 529 Bürgern erneut das Vertrauen, das entspricht 91,5 % der Stimmen. 61,2 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Mit 64,6 Prozent fiel sie in der Gemeinde Lubmin etwas höher aus. Bürgermeister Axel Vogt von der CDU erhielt 870 Stimmen (73,3 %).

Detlef Sadewasser von der Wählergemeinschaft FFW Loissin in der Gemeinde Loissin erhielt 344 Stimmen, das entspricht 73,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 63,9 Prozent.

Matthias Uecker ist der alte und neue Bürgermeister in Neu Boltenhagen. 246 Stimmen erhielt er (84,8 %). Die Wahlbeteiligung fiel mit 54,6 Prozent im Verhältnis zu anderen Gemeinden gering aus.

Die Gemeinde Rubenow wird auch in den kommenden Jahren von Bernd-Ulrich Knorr (CDU) geführt. 327 Stimmen (75,7 %) konnte er auf sich vereinen. Die Wahlbeteiligung hier: 64,6 Prozent.

Das Amt Landhagen will erst am Dienstag die Ergebnisse der Kommunalwahl bekanntgeben.

Petra Hase

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