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Greifswald Karl-Marx-Platz soll „grüne Oase der Ruhe“ werden
Vorpommern Greifswald Karl-Marx-Platz soll „grüne Oase der Ruhe“ werden
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01:23 06.03.2015
Am Karl-Marx-Platz wird derzeit eine Straße gebaut. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Die Fällung von neun über 100-jährigen Eichen in Vorbereitung des derzeit laufenden Straßenbaus am Karl-Marx-Platz hat bei einigen Anwohnern für viel Wirbel gesorgt (die OZ berichtete). In der Sitzung der Ortsteilvertretung Innenstadt entfachte das Thema am Mittwochabend jedoch keinen Disput. „Wenn alte Bäume gefällt werden, ist das immer schlimm. Aber in diesem Fall war es offenbar nicht anders machbar“, sagte Gremiumsmitglied Yvonne Görs (Linke) und erhielt zustimmendes Nicken.

Hintergrund ist der geplante Straßenbau am Karl-Marx-Platz. Mit den geforderten Ausbautiefen wäre eine Verkehrssicherheit der absterbenden Bäume laut Gutachter nicht mehr gewährleistet. Tröstlich seien deshalb die angekündigten Neuanpflanzungen im Zuge der Umgestaltung des Platzes, so Yvonne Görs. Genau darüber sprach vor den Ortsteilvertretern Olaf Petters, der von der Stadt mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitekt aus Stralsund. Ausgehend von der Historie des Platzes, der um 1865/70 angelegt worden sei, soll wieder eine Sichtbeziehung zur Langen Straße geschaffen werden.

Aufgrund mangelnder Pflege dieses Areals ging diese schon vor Jahren verloren. Ursprüngliche Wegebeziehungen sind kaum noch erkennbar, die Alleen völlig verwildert. Das soll sich ändern, Baubeginn ist für 2016 avisiert. Petters Pläne gehen dahin, wieder eine „kleine, grüne Oase“ entstehen zu lassen, „die der Ruhe und Erholung dient“. Wo die Eichen standen, ist eine Reihe Feld- ahorn geplant, dazu fünf Wildbirnen auf der gegenüberliegenden, bebauten Straßenseite. An der Nord- und Ostseite sollen die Kopf- eichen Bestand haben. Großen Wert legt der Planer auf den Erhalt der markanten Solitärlinde in der Mitte des Platzes sowie der etwas nordwestlich davon gelegenen schönen Blutbuche. Auch die noch stehende Solitäreiche nahe des Kreisels werde bleiben.

Monika Böker vom Karl-Marx- Platz 11 findet „den Plan grundsätzlich schön. Aber gibt es denn nichts Blühendes“, fragte sie leicht enttäuscht. Petters verneinte. Auf den Rasenflächen sollen lediglich Krokusse und andere Frühjahrsblüher gedeihen. Statt Blumen soll es auf dem Areal künftig Kunst geben: Ein prägnantes Kunstwerk im Eingangsbereich des Platzes in Sichtachse zur Langen Straße sowie weitere Kleine im Inneren.

Für Diskussion sorgte schließlich noch die geplante Umverlegung des Wertstoffsammelplatzes auf die gegenüberliegende Straßenseite. Mehrere Anwohner sehen das Vorhaben sehr kritisch. Die OZ widmet sich dieser Thematik in ihrer morgigen Ausgabe stadtviertelübergreifend.



Petra Hase

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