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Greifswald Karriere kompakt in Greifswald: 1500 Besucher bei Jobmesse
Vorpommern Greifswald Karriere kompakt in Greifswald: 1500 Besucher bei Jobmesse
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17:13 13.09.2019
Patrick Krüger und Marvin Alic von der Kosegartenschule Wolgast informieren sich bei Stephan Tiede (v.l.) über Ausbildungsmöglichkeiten im Medizinischen Versorgungszentrum IMD Labor Greifswald. Quelle: Petra Hase
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Greifswald

Marvin Alic aus der Kosegartenschule Wolgast hat klare Vorstellungen von seiner Zukunft: „Ich denke, ich werde in die Krankenpflege gehen“, sagte der 16-Jährige. Fern der Heimat, in Hamburg, möchte er seine Ausbildung absolvieren. Trotzdem schaute er sich am Freitag mit vielen anderen Schülern auf der Jobmesse „Karriere kompakt“ um, hörte sich die Angebote von Unternehmen an. „Schaden kann es ja nicht. Mal sehen, was es noch so gibt“, sagte er nach einem Gespräch mit Stephan Tiede vom IMD Labor Greifswald.

Eröffnung der Jobmesse „Karriere kompakt“ mit Klaus-Peter Köpcke von der Agentur für Arbeit, OB Stefan Fassbinder, Frank Geißler, Referatsleiter im Wirtschaftsministerium, und Greifswalds Marketingchef Maik Wittenbecher. Quelle: Petra Hase

Bereits zum vierten Mal veranstaltete die Agentur für Arbeit in Kooperation mit der Hansestadt Greifswald die Messe für den beruflichen Einstieg, Aufstieg und Umstieg. Etwa 1500 zumeist junge Leute aus ganz Vorpommern kamen in die Stadthalle. „Und damit rund 400 mehr als im vorigen Jahr“, freute sich Mitorganisator Maik Wittenbecher, Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH. 40 Aussteller informierten über ihre Stellenangebote, über Aus- und Weiterbildung sowie Studienmöglichkeiten. Sie kamen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Hotel- und Gastgewerbe, aus der Softwareentwicklung und aus der Verwaltung. Das Interesse, einen der Stände zu ergattern, war groß. Etwa 20 Firmen gingen leer aus. Für Klaus-Peter Köpcke, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Greifswald, ist der Andrang nicht verwunderlich: „Unternehmen aus allen Branchen suchen Fachkräfte“, erklärte er. Derzeit gebe es über 2000 Stellenangebote.

Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) freut sich über die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Erwerbslosenquote liege in der Hansestadt unter acht Prozent. Besonders erfreulich: „Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist in den vergangenen fünf Jahren um über 2000 angestiegen“, sagte er. Trotzdem seien noch etwa 2500 Menschen ohne Job. „Potential, das es zu heben gilt“, appellierte er an Agentur und Firmen gleichermaßen.

Beim Löwenpitch warben Arbeitgeber um das Interesse potentieller Bewerber. Dieses neue Format hat sich Robert Gardlowski einfallen lassen, Gründer der Werbefirma zoneEinz GmbH. Quelle: Petra Hase

Doch wie gelingt es, im Zeitalter des Fachkräftemangels gute Köpfe zu gewinnen? Not macht erfinderisch und mutig, neue Wege zu beschreiten. Das zeigte sich beim „Löwenpitch“, einer Talent-Recruiting-Show, bei der Arbeitgeber quasi um das Interesse potentieller Bewerber buhlen. Jeweils zehn Minuten Zeit hatten die „Löwen“ – sprich Firmenchefs/-vertreter – um die Vorteile ihrer Unternehmen anzupreisen. Verdienst, Karrierechancen, Teambuilding... Was macht eine Firma heute attraktiver als andere? Projektleiter Marco Theodor von der Hallen- und Anlagenbau GmbH Wusterhusen, der Wissenschaftler Niklas Hehenkamp vom Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik Neustrelitz sowie Daniel Gutmann, Arnold Kübbeler und Holger Bucker vom Grimmener Logistikzentrum Spezitrans schlugen sich wacker und punkteten alle bei ihren Auftritten. Doch am Ende siegte das Trio aus der Trebelstadt. Bei Antonio Radike kam das Transportunternehmen ebenfalls am besten an: „Was die so machen, klingt gut. Das könnte ich mir auch vorstellen“, sagte der 16-Jährige aus Behrenhoff.

Per Smartphone bewertete das Publikum beim Löwenpitch die Präsentation der Arbeitgeber. Quelle: Petra Hase

Die Zwillinge Leonie und Fiona Jastroch sowie Michelle Marten aus der Integrierten Gesamtschule „Erwin Fischer“ indes haben es alle auf einen medizinischen Beruf abgesehen. „Wir erkundigten uns am Stand des DRK-Krankenhauses Grimmen über die Ausbildung“, erzählte die 15-jährige Michelle, die sich für den Beruf der examinierten Pflegefachkraft interessiert. Leonie indes möchte auch mit Kindern arbeiten: „Kinderkrankenpflege wäre deshalb genau richtig für mich.“

Wer bei Manfred Wanitschke und seinem Team Station machte, liebt eher das Technische: Der Leiter der Berufsausbildung beim Kranbauer Liebherr Rostock/Lubmin warb für die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker. „In Lubmin hat dieses Jahr leider nicht einer angefangen“, sagte er. Dabei biete das Unternehmen bereits 1047 Euro brutto im ersten Ausbildungsjahr und eine Reihe weiterer Leistungen, wie die Übernahme von Unterbringungskosten, Wegegeld, ein Outdoorcamp, Gesundheitsangebote. Hannes Klein, derzeit im dritten Lehrjahr, hat seine Wahl daher nicht bereut: „Mir gefällt es bei Liebherr sehr gut“, versicherte er und berichtete daher interessierten Schülern von seinen Erfahrungen.

Von Petra Hase

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