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Greifswald Hohe Schulden – Greifswalder Stadtrandgemeinde Wackerow bekommt keinen Kredit
Vorpommern Greifswald Hohe Schulden – Greifswalder Stadtrandgemeinde Wackerow bekommt keinen Kredit
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13:01 16.07.2019
Wackerow fehlt das nötige Geld für Investitionen Quelle: Benjamin Klack / pixelio.de
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Wackerow

Die Stadtrandgemeinde hat etwa drei Millionen Euro Schulden. Da ist jede Investition ein Kraftakt, weil die Untere Rechtsaufsichtsbehörde, also der Landkreis, ganz genau hinschaut, wenn es um die Aufnahme von Krediten geht.

30 000 Euro Investitionskredit wollte Wackerow für eine Straße im Ortsteil Groß Petershagen haben. Das ist für einen Straßenbau nicht viel Geld, es handelt sich auch nicht um eine große Investition. Dennoch hat der Landkreis nicht zugestimmt. Wie Bürgermeister Torsten Maaß (Wählergemeinschaft) auf der Gemeindevertretersitzung informierte, habe man wegen der Nichtbewilligung des Investitionskredites mit einem Kassenkredit bauen wollen.

Wird mit einem Dispokredit gebaut?

Das ist so etwas wie der Dispo der Kommunen. Aber auch hier legte der Kreis sein Veto ein. Wie Maaß weiter mitteilte, sollen nun Angebote von Banken für eine Finanzierung des Straßenbaus eingeholt werden. Er geht allerdings davon aus, dass der Straßenbau letztlich über Kassenkredite erfolgt. Das allerdings hält der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Landhagen, Heiko Burgas, nicht für rechtlich zulässig.

Gescheiterte Hoffnungen auf Entschuldung

Die Schwierigkeiten bei der Beschaffung einer vergleichsweise geringen Summe für eine Gemeinde mit über 1400 Einwohner zeigen das Ausmaß der Misere, in der die Gemeinde steckt. Wackerow dürfte schwerlich in der Lage sein, aus eigener Kraft aus seiner Finanzmisere herauszukommen. Im letzten Jahr scheiterte zunächst die von der damaligen Gemeindevertretung unter Bürgermeister Manfred Hering (CDU) angestrebte Eingemeindung nach Greifswald bei einem von der Gemeindevertretung initiierten Bürgerentscheid. Auch aus zwei Fusionen innerhalb des Amtes Landhagen mit mehreren Partnern wurde nichts, weil die Neuenkirchener Bürger zweimal Nein zur Großgemeinde sagten.

Eine von den alten Wackerower Gemeindevertretern angestrebte Last-minute-Hochzeit mit Neuenkirchen im Frühjahr dieses Jahres scheiterte unter anderem daran, dass die Fristen für den erhofften Erlass von zwei Millionen Euro Schulden und 400 000 Euro Hochzeitsprämie bereits verstrichen waren. Dieses Geld sollte es laut Gemeindeleitbildgesetz geben.

Zudem war in Neuenkirchen, gelinde gesagt, die Neigung für einen dritten Fusionsversuch gering. Die neuen Gemeindevertretungen könnten nun die Weichen für eine Fusion stellen und auf eine Unterstützung durch das Land durch eine (teilweise) Entschuldung hoffen.

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