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Greifswald Kein Witz: Fußmatte wird zum Ausstellungsstück
Vorpommern Greifswald Kein Witz: Fußmatte wird zum Ausstellungsstück
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12:10 29.07.2015
Jan Schneidewind von der WGG (l.) und Brigitta Schmidt vom Nachbarschaftshilfeverein übergeben die Fußmatte an den Museologen Heiko Wartenberg (M.).
Jan Schneidewind von der WGG (l.) und Brigitta Schmidt vom Nachbarschaftshilfeverein übergeben die Fußmatte an den Museologen Heiko Wartenberg (M.). Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Ein Fußabtreter ist nun ein Dokument der Zeitgeschichte. Genauer handelt es sich bei dem Stück, das gestern in den Besitz des Pommerschen Landesmuseums überging, um die Fußmatte, die die Tür zum Wahllokal des Betreuten Wohnens im Ernst-Thälmann-Ring eigentlich offen halten sollte.

Da sie allerdings vorübergehend entfernt wurde, konnten einige Wähler ihrem Recht nicht nachkommen und standen vor verschlossener Tür. „Wir sind dem Nachbarschaftshilfeverein der Wohnungsbaugenossenschaft Greifswald sehr dankbar, dass sie uns dieses Stück Stadtgeschichte überlassen“, sagte Museologe Heiko Wartenberg, der die mindestens 15 Jahre alte Matte mit weißen Handschuhen entgegennahm.

Eigentlich sei ein Fußabtreter ein Alltagsgegenstand, aber dieser spezielle habe für die Stadt eine ungeahnte Bedeutung erlangt, so Wartenberg weiter. Der Experte erklärte, dass etwa Dreiviertel aller Depot- und Ausstellungsstücke des Pommerschen Landemuseums Alltagsgegenstände seien. Dennoch sei die Fußmatte die erste, die das Haus nun besitzt.

Geplant ist, das Stück während einer Schau zur Stadtgeschichte den Besuchern zu zeigen. Wann das sein wird, ist noch unklar. Erstmal wird die Matte nun katalogisiert. Übrigens will das Landesmuseum dem Nachbarschaftshilfeverein der WGG einen neuen Abtreter schenken - mal sehen, wie wichtig dieser vielleicht einmal für die Stadtgeschichte wird.



Reik Anton