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Greifswald Kinder jubeln – endlich wird die Fischerschule neu gebaut
Vorpommern Greifswald Kinder jubeln – endlich wird die Fischerschule neu gebaut
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00:00 22.07.2017
Nein, das ist nicht die Kollwitzschule, sondern ein Modell des Neubaus der Erwin-Fischer-Schule. GRAFIK :PLANUNGSBÜRO FMR
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Greifswald

Großer Bahnhof gestern auf dem Gelände der Erwin-Fischer-Schule in der Einsteinstraße. Schüler und Lehrer intonierten „Ein Hoch auf uns“, das Lied der Fußball-WM 2014, und ließen Luftballons mit Wünschen in den Himmel steigen.

Eines der größten Bauvorhaben, das die Stadt je gesehen hat: 18 Millionen Euro werden investiert / Im Sommer 2019 soll alles fertig sein

Zwei Minister, ein Vize-Landrat, ein Oberbürgermeister, eine Senatorin, der Chef der Kommunalaufsicht und der Architekt griffen nach ihren Reden zum Werkzeug. Es war der symbolische erste Spatenstich für den Neubau einer Gesamtschule als Modellschule der Inklusion. Der 18-Millionen-Euro- Bau soll im Sommer 2019 fertig sein.

Mit gegraben haben zwei Persönlichkeiten, die von den Rednern für einen zwei Jahrzehnte langen Kampf für einen Neubau sehr gelobt wurden: Schulleiterin Heike Kagel und der Vorsitzende der Ortsteilvertretung Schönwalde I/Südstadt, Peter Multhauf (Linke). Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) holte rasch noch einen Schüler hinzu. Der zwölfjährige Jeremy Fröhling ist nun auf dem symbolträchtigen Bild direkt neben Glawe zu sehen.

„Das ist eines der größten Bauvorhaben, das die Stadt je gesehen hat“, sagte Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). „Diese Integrierte Gesamtschule arbeitet nach einem neuen Konzept, das bundesweite Ausstrahlung haben wird.“ Die Schule vermittle, neben den üblichen Kompetenzen, soziale Verantwortung, Teamfähigkeit und Selbstvertauen. „Das ist mindestens ebenso wichtig wie Mathe und Chemie“, sagte Fassbinder.

„Wir wollen endlich Integration leben und uns an Inklusion herantasten“, versprach Heike Kagel. Die Schule versuche, junge Leute heranzuziehen, die bereit und offen für das Leben seien. Kagel war die Freude über den Beginn des Neubaus im dritten Anlauf deutlich anzumerken. Für Ortsrat Peter Multhauf war es ein Feiertag. Auf den Ortsteil bezogen sagte er: „Es ist der Bau der ersten wirklich neuen Schule seit 1990.“

„Das Projekt steht für Aufbruchstimmung und eine Kooperation und Zusammenarbeit zwischen Land, Stadt und Kreis“, befand der für Bildung zuständige Vizelandrat Dietger Wille (CDU). Er war vor zehn Jahren Mitarbeiter des damaligen Stadtkämmerers Jörg Hochheim (CDU). „Damals schien es aussichtslos, eine neue Schule zu errichten“, sagt er. Greifswald hatte ein Minus im Haushalt. Nach einer damaligen Schätzung hätte ein Neubau sechs Millionen Euro gekostet, was Wille für zu wenig hielt.

„Lange passierte nichts, aber die Schulleiterin Frau Kagel und die Ortsteilvertretung kämpften unverdrossen für ihre Idee.“ Hochheim sei es dann gelungen, das Ministerium zu interessieren und einen Fördertopf zu finden. „Heute halte ich das Projekt trotz der sehr viel höheren Kosten nicht mehr für eine Überforderung der Stadt“, betonte Wille.

Greifswald gibt acht Millionen Euro, 10,2 Millionen Euro aus EU-Mitteln kommen vom Land. Der Kreis übernimmt die Betriebskosten. Er zahlt darüber im Laufe der Zeit den größten Teil der acht Millionen Euro ab, die zunächst Greifswald gibt. In der neuen Ganztagsschule werden laut Plan 624 Mädchen und Jungen von 57 Pädagogen betreut.

Eckhard Oberdörfer

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