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Greifswald Greifswalder Ortsräte sollen selbst nachschauen
Vorpommern Greifswald Greifswalder Ortsräte sollen selbst nachschauen
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14:59 18.01.2019
Beklebter und beschmierter Blumenkübel in der Knopfstraße Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Das Internetportal „Klar Schiff“ (www.klarschiff-hgw.de) soll mehr bewegen. Das wünscht sich die Bürgerschaft. Eine Schlüsselstellung könnten die acht Greifswalder Ortsteilvertretungen für die 16 Stadtteile der Hansestadt einnehmen. Der Vorschlag: Wenn eine Meldung über Ideen zur Verbesserung des Stadtbildes 15 Unterstützer im Portal erreicht, soll der zuständige Ortsrat automatisch benachrichtigt werden. Der könnte dann über die Idee beraten und weitere Schritte einleiten.

Angesichts der angespannten Haushaltslage zu teuer, stellte der neue Rechtsamtsleiter Tobias Reinsch während der Sitzung des Bauausschusses fest. Er stellte dort die Antworten auf einen Prüfauftrag der Bürgerschaft zur Verbesserung von „Klar Schiff“ vor. „Die Kosten für diese Erweiterung liegen bei 714 Euro“, informierte er. „Es ist einfacher, wenn sich die Ortsteilvertretung selbst informiert.“ Zudem trete der Fall mit den 15 Unterstützern selten auf, etwa einmal im Jahr im Durchschnitt pro Ortsteilvertretung im Jahr. Reinsch bot stattdessen Schulungen für interessierte Ortsteilvertreter an.

Jörg König (Grüne/Forum 17.4) war mit dieser Auskunft nicht zufrieden. „Wir verschenken Potenzial, weil gute Ideen stecken bleiben“, sagt er. „Man dürfe einen Vorschlag nicht gleich mit dem Argument „Kein Geld“ abwehren. Auch sei die Zahl der Ideen sicher nicht gleichmäßig auf die Ortsräte verteilt. Und nun die Ehrenamtler in die Pflicht zu nehmen, sei nicht der richtige Weg. „Wir brauchen ein einfaches gutes Werkzeug, damit sich mehr Leute für ,Klar Schiff’ interessieren“, warb auch Jörn Kasbohm (Linke) für Verbesserungen.

Reinsch betonte, dass die Verwaltung das Klar-Schiff-Portal vor allem zur Lösung von Problemen der Bürger nutzen wolle. „Das gelingt nach Einschätzung des Rechtsamtes bereits sehr gut“, heißt es in Informationen für die Bürgerschaft. Bürger melden Dreckecken, Falschparker, kaputte Wege und anderes mehr. Damit sie ihr Problem besser schildern können, wurde bereits die Zahl der möglichen Zeichen pro Meldung erhöht.

Immerhin: Das Internetportal „Klar Schiff“ verzeichnet steigendes Interesse bei den Greifswaldern. Die Zahl der Meldungen stieg von 2016 bis 2017 von 711 auf 872, das waren etwa 20 Prozent mehr. Bis zum Ende des dritten Quartals gab es 760 Meldungen, sodass von einer Steigerung auch im letzten Jahr ausgegangen werden kann. Die letzten Meldungen bezogen sich auf Mängel bei Straßenbeleuchtungen und Wegmarkierungen. Ideen betreffen zum Beispiel Radweg-Reparaturen und den Bau von Starenkästen.

Derzeit prüft die Verwaltung die Anbringung eines Werbebanners für das Portal in der Straße am Mühlentor in Höhe des Platzes der Freiheit. Das würde etwa 200 Euro kosten.

An der Europakreuzung könnte künftig für "Klar Schiff" geworben werden Quelle: Eckhard Oberdörfer

Eckhard Oberdörfer

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