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Greifswald Kostenanstieg stoppt vorerst Galerie der Romantik in Greifswald
Vorpommern Greifswald Kostenanstieg stoppt vorerst Galerie der Romantik in Greifswald
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09:27 12.09.2019
In einem Anbau des Pommerschen Landesmuseums soll die Galerie der Romantik entstehen. Quelle: Ingolf Wegener
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Greifswald

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald muss sich derzeit mit ernsthaften Finanzierungsproblemen bei seinem Prestigeprojekt, der geplanten Galerie der Romantik, befassen. Der ursprünglich auf fünf Millionen Euro avisierte Anbau an die Gemäldegalerie wird sich deutlich – um mindestens 795 000 Euro – verteuern. Ein Baubeginn steht in den Sternen. „Wir werden erst beginnen, wenn das Vorhaben durchfinanziert ist“, sagte Museumschef Uwe Schröder und bestätigte entsprechende Informationen der OSTSEE-ZEITUNG. Bislang ist noch völlig offen, wie die Lücke geschlossen werden soll. Das beauftragte Architekturbüro Sunder-Plassmann sei derzeit mit einer Kostenkalkulation beschäftigt. „Wir hoffen, dass die Ergebnisse bis Ende des Monats vorliegen“, so Schröder weiter.

Bund will Mehrkosten bislang nicht tragen

Wie eine OZ-Nachfrage bei Bundeskulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) in Berlin ergab, hatte das Pommersche Landesmuseum bereits im März um einen Nachschlag gebeten. Grütters erteilte allerdings dem Wunsch eine Absage. „Diese Mehrkosten können seitens des BKM nicht gedeckt werden“, sagte eine Sprecherin der Kulturstaatsministerin.

Dabei schien das Projekt auf einem guten Weg: Im Frühjahr untersuchten Archäologen den künftigen Bauplatz auf historische Zeugnisse und stießen dabei auf 30 Skelette, die vom 16. bis 18. Jahrhundert im Chor der Franziskaner-Kirche bestattet worden waren. Fragen nach einem konkreten Baustart wich das Museum damals aus.

Mit der Galerie der Romantik will das Museum nicht nur den bedeutendsten Sohn Greifswalds, den Maler Caspar David Friedrich (1774–1840), in den Fokus rücken. Vielmehr soll der geplante kapellenartige Anbau an den Quistorp-Bau die Besucher in die Welt und die geistigen Grundlagen der Frühromantik einführen, zu der neben Friedrich auch der in Wolgast geborene Künstler Philipp Otto Runge (1777–1810) gehört.

Baubeginn ist unklar

Schon im Jahr 2010 hatte die Einrichtung mit der international beachteten Ausstellung „Die Geburt der Romantik“ den Blick auf die aus Pommern stammenden Romantiker gelegt – eine Schau, die acht Jahre später den Berliner Kunstsammler Christoph Müller auch dazu bewegte, dem Museum seine Sammlung mit 380 Werken dänischer Maler aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu überlassen. Die Galerie der Romantik soll nun der nächste Schritt sein, um das Profil des Museums zu schärfen. Wann sich allerdings der erste Baukran dreht, ist ungewiss.

Nicht Fehlplanungen, sondern die allgemeine Preissteigerung in der Baubranche haben die Kosten laut Schröder in die Höhe getrieben. So sei der Baupreisindex seit der Finanzierungszusage im Jahr 2016 jährlich um etwa sechs Prozent gestiegen, so der Museumschef. Der Bund hatte damals für die Baumaßnahme „Um- und Ausbau der Galerie der Romantik im Pommerschen Landesmuseum“ bis zu fünf Millionen Euro in den Haushalt eingestellt.

Ausschreibungen sind gestoppt

So lange keine Klarheit über die Finanzierung herrscht, werden auch keine weiteren Leistungen ausgeschrieben, stellte Schröder klar. Er schloss nicht aus, dass der Nachschlag inzwischen sogar mehr als 795 000 Euro betragen muss. „Wir wollen eine solide Kalkulation, die alle Eventualitäten prüft und ausschließen soll, dass wir noch einmal nachfinanzieren müssen“, sagt er. Über welchen Kanal die zusätzlichen Mittel fließen sollen, ließ Schröder offen. Dem Mitglied des Bundestages, Philipp Amthor (CDU), ist zumindest der Sachverhalt bekannt. „Im Bundestag stehen derzeit die Haushaltsverhandlungen an. Das ist der Rahmen für die Diskussion“, so Amthor. Die Haushaltsverhandlungen gelten als sensible Phase, da viele Bundestagsabgeordneten noch Pflöcke für ihre Wahlkreise einschlagen wollen. Vom Land ist zumindest keine Hilfe zu erwarten. Die Fördermaßnahme „Galerie der Romantik“ sei vollständig vom Bund finanziert, ausgereicht und koordiniert, sagte eine Sprecherin des Schweriner Kultusministeriums.“

Schröder hofft, dass im November die Entscheidung über die Nachfinanzierung fällt und die Planungen fortgesetzt werden können. Dass die Galerie der Romantik im Jahr 2024 zum 250. Geburtstag Friedrichs geöffnet ist, daran hat der Museumschef keine Zweifel. „Bei einer Bauzeit von 14 Monaten steht das außer Frage“, so Schröder.

Von Martina Rathke

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