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Greifswald Küstenfischerei war Thema beim Tourismustag in Greifswald
Vorpommern Greifswald Küstenfischerei war Thema beim Tourismustag in Greifswald
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17:01 14.11.2019
Martin Schröter und Nicole Spittel vom Tourismusverband Vorpommern (von links) und Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft luden zum Tourismustag in Wieck ein. Quelle: Christopher Gottschalk
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Greifswald

Die Küsten- und Kutterfischer der Region sind in Gefahr: Sinkende Quoten und geringe Preise setzen ihnen zu. Lösungen sind schwer zu haben, stellte sich beim Tourismustag Vorpommern im Greifswalder Majuwi heraus. Der Tourismusverband Vorpommern (TVV) und die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern hatten am Donnerstag zur Bilanz des EU-Projektes „Fish Markets“ geladen.

Fangquoten um 60 Prozent gesenkt

Die Europäische Union hatte die Fangmengen für den Hering und den Dorsch in der westlichen Ostsee um 65 bzw. 60 Prozent für das Jahr 2020 gesenkt. „Viele Fischer werden das nächste Jahr nicht überleben und die Genossenschaft wird ebenfalls ins Schwimmen geraten“, sagt Michael Schütt, Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft Peenemündung in Freest und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer MV (LKK). In Freest arbeiten noch 22 Fischer, im ganzen Land seien es 226 Fischer im Haupt- und 120 im Nebenerwerb.

Direktvermarktung soll Fischern helfen

Direktvermarktung oder Eventtourismus könnten helfen, schlägt Udo Knapp, Berater des LKK vor. In Dänemark beispielsweise hätten Fischer Kühlhallen gebaut, um ganzjährig ihren regionalen Fisch zu verkaufen. „Das ist so simpel. Warum macht das hier niemand? Weil wir an alten Bildern festhalten!“ Bauten wie Kühlhallen oder Filetiermaschinen für Hering seien schwer finanzierbar – trotz Fördermitteln, stellt Michael Schütt fest.

Die Onlinevermarktung soll durch eine neue Webseite der Wirtschaftsfördergesellschaft gestärkt werden. Auf myfish-ostsee.de erfahren Verbraucher, wo sie frischen Fisch kaufen können. Die Wiecker Fischer bieten auf der Seite fisch-aufgetischt.de ihre Ware an.

Fischmärkte finden weiter statt

Die 2017 begonnen Fischmärkte, auf denen regionales Handwerk und Fisch geboten werden, sollen 2020 weiter stattfinden, sagt Sven Köppert vom TVV. Der erste werde im April in Greifswald sein. Weitere in Freest und Altwarp sind geplant. Das dreijährige Projekt „Fish Markets“ kostete insgesamt 1,5 Millionen Euro. Beteiligt waren die Uni Greifswald, der TVV, die Wirtschaftsfördergesellschaft, Gemeinden aus Polen und Litauen, der Verein Hiddenseer Kutterfischer und der Landesverband der Kutter- und Küstenfischerei MV. Rund 40 Leute waren zum Tourismustag gekommen.

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Von Christopher Gottschalk

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