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10:49 12.07.2019
Die 30-jährige Claudia Heidig ist im Juni als ehrenamtliche Pfarrerin der Johanneskirche eingestellt worden. Quelle: Carla Blecke
Greifswald

Claudia Heidig bricht mit Klischees: Sie ist jung, modern, eine Frau- und Pfarrerin. Im Juni wurde sie von der Greifswalder Johanneskirche in das ehrenamtliche Pfarramt berufen. Damit erwarten sie nun neue Herausforderungen: „Ich darf jetzt zum Beispiel Taufen, Predigen und das Abendmahl verteilen. Wobei, gepredigt habe ich eigentlich auch schon davor“, sagt sie und lacht. „Dass ich wieder in Greifswald bin, sehe ich als Führung Gottes. Vor vielen Jahren stand ich vor der Entscheidung, ob ich Gemeindepädagogik oder Theologie studieren darf- hier darf ich beides vereinen.“

Aufgewachsen ist die 30-Jährige in einem christlichen Elternhaus in Sachsen. „Mir ist in der Jugendzeit, etwa mit 15 Jahren, wichtig geworden, anderen Menschen von Jesus zu erzählen und sie zu und im Glauben zu begleiten.“ Durch die Mitarbeit in ihrer Heimatkirche wurde ihr klar, auch beruflich in diese Richtung zu wollen: „Ich habe dann in der elften und zwölften Klasse zwischen Gemeindepädagogik und Theologie als Studium hin- und herüberlegt.“ Die Entscheidung fiel schließlich auf Theologie „weil mir mit dem Abschluss einfach mehr Möglichkeiten offen standen“, erzählt sie.

Theologiestudium in Berlin, Greifswald und Leipzig

Also schrieb sich sich 2007 an der Universität Leipzig für evangelische Theologie ein. Nach einem Studienjahr in Berlin kam sie für die letzte Phase ihres Studiums schließlich nach Greifswald. „Da ich mich hier sehr wohl fühlte, wurden aus dem geplanten einen Jahr zwei Jahre, bevor ich wieder zurück nach Leipzig ging, um dort mein Examen zu machen.“ In der Hansestadt kam sie in Kontakt mit „GreifBar“- einer Initiative des Pommerschen Evangelischen Landeskreises, die neben Gottesdiensten und Hauskreisen auch christliche Wohngemeinschaften und soziale Projekte im Ostseeviertel organisiert. „Ich schätze die lebendige Art bei GreifBar, Gottesdienste zu feiern und sich die Relevanz des Glaubens für den Alltag bewusst zu machen. Außerdem begeistert mich die Freude und Leidenschaft, mit der sich viele Menschen in dieser Stadt, insbesondere im Rahmen von GreifBar im Ostseeviertel engagieren.“

Nach dem Examen in die Flüchtlingshilfe

Nach Abschluss des Examens widmete sie sich von 2015 bis 2016 der Flüchtlingsversorgung in Leipzig und half bei der Essensausgabe in Notunterkünften. Eine lehrreiche Erfahrung, wie sie selbst sagt. „Im Kontakt mit Geflüchteten, Security-Leuten und Sozialarbeitern habe ich gemerkt, wie komplex Integration ist.“ Auch ihr Vikariat, die Einarbeitung in das evangelische Pfarramt, absolvierte sie ab September 2016 bis Februar 2019 in der Großstadt in Sachsen.

Doch es zog sie wieder zurück an die Ostsee „Als mich letztes Jahr die Stellenanzeige von GreifBar erreichte und verschiedene Gespräche folgten, wurde in mir wieder der Wunsch groß, mich genau hier einzubringen.“ Im März diesen Jahres kehrte sie nach Greifswald zurück und übernahm eine Stelle im Gemeinde- und sozialpädagogischen Dienst bei GreifBar, das Pfarramt folgte nur kurze Zeit später. Für ihren Beruf und die Möglichkeit, Gemeindepädagogin zu sein und dennoch Predigten zu halten ist sie sehr dankbar: „Das bringt mich immer wieder zum Staunen über Gott.“

Carla Blecke

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