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Greifswald Party auf Greifswalder Markt und Mahnwache für Arndt
Vorpommern Greifswald Party auf Greifswalder Markt und Mahnwache für Arndt
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19:14 01.05.2019
Zur Musik von Turtleneck wurde auf dem Markt getanzt Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Beim Kulturfest aus Anlass des 1. Mai wurde nach Einschätzung der Veranstalter ein neuer Besucherrekord erzielt. Über den Tag verteilt kamen etwa 5000 bis 6000 Gäste, um sich an den verschiedenen Ständen zu informieren, Musik zu lauschen, zu tanzen, sich unterhalten zu lassen oder einfach nur eine Tasse Kaffee zu trinken. „Die Leute kommen jetzt auf uns zu, um dabei zu sein“, freute sich Anne Wolf, die für das Bündnis „Greifswald für alle“ auf der Bühne moderierte. Greifswald sei eine weltoffene Stadt und das solle so bleiben. „Ich erlebe hier einen Tag ohne Rassismus“, sagte der mauretanische Bürgerrechtler Cheikhna Ntieth erfreut.

Nordkirche warb für Kirchentag

Zu denen, die das erste Mal dabei waren, gehörte die InitiativeViva con aqua“, die sich für Trinkwasserprojekte einsetzt. Mit dem Brettspiel Superflitzer warben Janina Pazeller und Kilian Günther darum, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Die Atmosphäre sei super, befanden sie.

Mit einem originellen Angebot punktete Greenpeace. Die Organisation hatte einen Fahrradparcours aufgebaut. Mit dabei war auch die Nordkirche. Beate Kmpf-Beyrich und Tilman Beyrich warben für den nächsten Kirchentag und die Bachwoche. „Es ist sehr anregend, wir fühlen uns sehr wohl hier“, sagte Kempf-Beyrich. Auch die Gewerkschafter waren mit dieser Form der Maifeier zufrieden. „Hier kommen wenigstens auch viele junge Leute her“, befand Urgestein Lutz Mohr. Das Verständnis des Kampftags der Werktätigen habe sich gewandelt, unterstützte ihn Hans Blum.

FDP kritisiert undemokratisches Verhalten

Auch die Bewerber zur Bürgerschaft waren bis auf Bürgerliste, Kompetenz für Vorpommern und CDU vertreten und verdeutlichten ihre Positionen auf der Bühne. Dass einige wie Mignon Schwenke (Linke) und Hulda Kalhorn (Alternative Liste) den Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion Nikolaus Kramer persönlich angriffen, kritisierte David Wulff (FDP). Man könne nicht zu Recht den CDU-Fraktionschef Axel Hochschild kritisieren, weil der auf dem Markt Arndtkritiker ausbuhen ließ und nun derart undemokratisch mit anderen umgehen.

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Mahnwache der BI für Ernst Moritz Arndt

Mitglieder der CDU und der BI "Ernst Moritz Arndt bleibt" zogen durch den Schuhhagen Quelle: Privat

Die CDU hatte auf ihre Teilnahme verzichtet, weil die Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ nicht am Kulturfest teilnehmen durfte (die OZ berichtete). Die BI veranstaltete eine Mahnwache am Mühlentor, Sprecherin Grit Wuschek und CDU-Vertreter zogen danach noch mit einem Transparent um den Markt. „Wir hatten viel Zuspruch und konnten etwa 100  Unterschriften für Arndt sammeln“, freute sich Mitglied Monika Multhauf. Damit soll erreicht werden, dass der Landtag den Namen „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ im Landeshochschulgesetz festschreibt. Die Briefmarken und Ersttagsbriefe seien sehr gefragt gewesen, für die Arndt-Bücher von Hans-Jürgen Schumacher reichte der Vorrat nicht. „Wir hatten viel gute Gespräche“, befand CDU-Bürgerschaftskandidat Gamal Khalil.

Dass parallel zum Kulturfest das alljährliche Fahrradfest der Stadtwerke in der Lomonossowallee stattfand, fand Pressesprecher An­dreas Volkenand unglücklich. Er war damit nicht allein. „Es ist schön, dass es auch in Schönwalde große Kulturveranstaltungen gibt“, sagte Hüseyin Aydin, der Wirt des „Sofa“. „Aber das Fahrradfest hätte auch am Wochenende stattfinden können.“

Das Kulturfest auf dem Greifswalder Markt wurde von Tausenden besucht. Es gab viele Informationsstände und viel Musik. Am Mühlentor präsentierten sich die CDU und die BI „ErnstMoritz Arndt bleibt“.

Eckhard Oberdörfer

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