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Greifswald Runges Geburtsstadt ist so romantisch
Vorpommern Greifswald Runges Geburtsstadt ist so romantisch
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14:31 28.07.2019
Während der 1. Wolgaster Kulturnacht der Romantik wurde auch der Kegel-Tanz wieder aufgeführt. Der gesellige Tanz gehörte in früherer Zeit zum gesellschaftlichen Leben in Wolgast dazu. Quelle: Stefan Brümmer
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Wolgast

Lange hat man nicht so viele Menschen auf dem städtischen Rathausplatz gesehen wie an diesem Samstagabend. Es müssen einige hundert Besucher gewesen sein, die gegen 22 Uhr im großen Halbkreis die Feuershow der „Drei Feuerherzen“ aus Rostock mit lang anhaltendem Beifall bedachten. Die feurige Darbietung war der Abschluss eines wirklich ereignisreichen Tages in der Wolgaster Altstadt.

Die „Wolgaster Kulturnacht der Romantik“ hatte Einheimischen und Gästen viel zu bieten. „Wir sind kein Ort nur zum Durchfahren“, sagte Gisela Kretschmer vom organisierenden Kulturverein, „wir sind eine schöne pommersche Kleinstadt mit viel Geschichte!“ Recht hat sie! Zehn Vereine, dazu die Mitarbeiter und vor allem Ehrenamtler von Stadt, Museen, Kirche und zahlreichen Geschäften oder gastronomischen Einrichtungen waren bemüht, aus eigener Kraft ein besonderes Stadtfest zu zelebrieren, das nicht nur Freude und gute Unterhaltung, sondern da und dort auch Staunen oder Begeisterung hervorrief. Immer vorne weg die drei StadtführerInnen Karin Braun, Senior Wolfgang Hempel (85) und Klaus Plötz, die zu unterschiedlichen Themen der Wolgaster Geschichte Unterhaltsames zu erzählen wussten. Unter den Wissbegierigen auch viele Wolgaster. „Wir möchten unser Stadtwissen mal wieder ein bisschen auffrischen“, war zu hören.

Viel Beifall für den Kegel

Ein echter Hingucker war der Tanz des Wolgaster Kegels auf dem Rathausplatz, der den Akteurinnen in historischen Gewändern viel Beifall einbrachte. Der Kegel war früher ein geselliger Tanz, den die Wolgaster seinerzeit zu vielen gesellschaftlichen Höhepunkten pflegten.

Besonders romantisch ging es im einstigen Stallgebäude des Geburtshauses von Philipp Otto Runge in der Kronwiekstraße zu. Dort hat die Kunsthandwerkerin Anja Müller („Verflochtenes“) jetzt ihr Domizil. Hier kamen die Liebhaber klassischer Musik auf ihre Kosten. Das Quartett Classic Review war ein Ohrenschmaus und der Auftritt der stimmgewaltigen Sophranistin Halina Dubitzka aus Warschau von der dortigen Kamar-Oper ein besonderes Highlight. Das kleine Ensemble aus Kiew ist in ganz Europa unterwegs.

Bezaubernde kleine Innenhöfe

An gleicher Stelle hat der alte Philipp Otto Runge Mitglieder des Kulturvereins zu einer Theateraufführung inspiriert. Sein tiefsinniges Märchen vom Fischer und seiner Frau, gespielt von Elke Quant, Jörg Schröter und Karl Pätzold, zog dutzende Zuschauer in den kleinen Hof und in ihren Bann.

Apropos Hof: Innenhöfe wie die der Conditorei & Café Biedenweg, oder des Eine-Welt-Ladens waren auch am Samstag begehrte Orte der Unterhaltung. Hier, aber auch in St. Petri beim Orgelspiel, bei Lesungen in der Langen Straße an der Buchhandlung Henze oder auf der Kutsche von Karsten Kruse, konnte der Besucher ein wenig verschnaufen von den vielen Angeboten der Wolgaster Kulturnacht. Gleiches war im Hause des Grafiker und Musikers Clemens Kolkwitz möglich. Er wohnt im einstigen Gartenhaus der Familie Runge, wo Philipp Otto Runge den Entwurf seines bekannten Bildes „Heimkehr der Söhne“ festhielt.

Unbedingt erwähnenswert natürlich auch der unermüdliche musikalische Einsatz des 1. Pommerschen Blasorchesters, der Rostocker Jazzband oder des Alleinunterhalters Dieter Wedemeyer. Sie alle waren die kleinen Puzzleteile eines Großen und Ganzen, die die Wolgaster Kulturnacht der Romantik zu einem Erfolg machte. Neuauflage im kommenden Jahr unbedingt erwünscht!

Hunderte waren in der Wolgaster Innenstadt unterwegs, um während der Kulturnacht der Romantik Wissenswertes aus der Stadtgeschichte zu erfahren.

Stefan Brümmer

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