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Greifswald „Kunst: Offen“: Tausende lockte es in Künstler-Ateliers
Vorpommern Greifswald „Kunst: Offen“: Tausende lockte es in Künstler-Ateliers
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13:40 10.06.2019
„Kunst satt“ zu Kunst:Offen im Haus von Gabriele Köpp in Greifswald-Eldena Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Skulpturen, Malerei und Keramik: Rund 300 Künstler in Vorpommern öffneten zu Pfingsten ihre Ateliers und Werkstätten zu „Kunst:Offen“. Allein in und um Greifswald konnten Interessierte an mehr als 30 Orten Künstlern über die Schultern schauen und mit ihnen über die Werke ins Gespräch kommen. „Es ist schön zu zeigen, was man über das Jahr geschaffen hat und die Resonanz der Besucher zu erleben“, freute sich die Malerin Christine Meyer aus Toitz. Sie zeigte als Mitglied des Pommerschen Künstlerbundes ihre Werke in der Greifswalder Feldstraße sowie im Schloss Ludwigsburg. Allein im Schloss Ludwigsburg zählten die Organisatoren rund 1000 Besucher.

Die Künstlerin Christine Meyer (re) ist mit einer Blumenstudie in der Eröffnungsausstellung in Jarmen vertreten. Quelle: Martina Rathke

Die Kunstliebhaberin Margret Körner aus Rövershagen bei Rostock treibt es seit mehreren Jahren zu Pfingsten durch die Künstlerateliers des Landes. Dieses Jahr bestaunte sie die Werke in der Wassermühle Hanshagen, wo sechs Hanshägener Hobbykünstler Malerei, Schmuck und Keramik präsentierten. „Mich interessieren die Menschen, die hinter den Werken stehen“, sagte sie. Nirgendwo könne man so leicht mit den Künstlern ins Gespräch kommen wie bei Kunst:Offen.

Schade findet sie, dass in Mecklenburg keine Flyer für Kunst:Offen in Vorpommern ausliegen und die Ausschilderungen in den Landesteilen nicht identisch sind. Während in Vorpommern blau-weiße Flaggen den Weg zu den Ateliers zeigten, sind sie in Mecklenburg gelb. „Man sollte die Veranstaltung unter den Landesteilen besser harmonisieren.“

Die Idee, über das gesamte Pfingstwochenende Ateliers und Werkstätten zu öffnen, stammt aus Südschweden und entwickelte sich in Vorpommern zu einer Erfolgsgeschichte. „Vor 25 Jahren haben wir die Idee nach Vorpommern transferiert. Damals beteiligten sich 35 Künstler in Greifswald“, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Vorpommern, Martin Schröter. Seit 2013 wählt eine Jury einzelne Werke für eine Sammelausstellung aus. Eröffnet wurde das diesjährige Kunst-Festival in der Peenestadt Jarmen, die mit dem 25. „Kunst: Offen“ und dem 750-jährigen Ortsgeburtstag ein Doppeljubiläum feierte.

Im Schloss Ludwigsburg präsentierte der Pommersche Künstlerbund Werke von 15 Mitgliedern. Schon am Samstag kamen bei herrlichem Fahrradwetter hunderte Besucher, um die Schau mit Malerei, Grafik und Keramik zu sehen. „Wir hatten schon Gäste aus der Ukraine und Mexiko“, sagte Ausstellungsorganisatorin Susanne Prinz. Seit 2002 beteiligt sich der Pommersche Künstlerbund an Kunst:Offen. Mit den Besuchern über die Kunstwerke ins Gespräch zu kommen, sei für Künstler besonders reizvoll. „ Wir haben auch schon einige Werke verkauft“, sagte Prinz. Zehn Prozent des Verkaufswertes gehen an den Förderverein des Schlosses. Allein für Samstag konnten so 83 Euro für den Verein eingenommen werden.

In Greifswald-Eldena hatte Gabriele Köpp die untere Etage ihres Wohnhauses zur Galerie umgestaltet. „Für mich ist Kunst:Offen immer wieder interessant, um eine Übersicht zu bekommen, was man an Kunst alles geschaffen hat“, sagte sie, während Besucher interessierte Blicke auf die Arbeiten warfen. Manchmal sei das Anlass, Werke nochmals zu überarbeiten. Gabriele Köpp zeigte Gemälde mit Landschafts- oder Blumenmotiven, farbenprächtige Collagen aus Vlieslappen, Pastell- und Acrylarbeiten. Auch im nächsten Jahr will sie wieder dabei sein.

Martina Rathke

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