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Greifswald Kunstmoment: Allein in der Weite
Vorpommern Greifswald Kunstmoment: Allein in der Weite
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00:00 23.05.2013
Diese beiden Landschaftsgemälde zeigt Eugen Kunkel im OZ-Verlagshaus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Quelle: sym
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Greifswald

Als Eugen Kunkel noch in Hannover lebte, malte er Autos, bunte Stadtszenen, Menschen in Kneipen. Seit gut fünf Jahren lebt er in Greifswald — und die Weite Vorpommerns hat Einzug gehalten in seine Bilderwelt. „Ich musste total umdenken“, erzählt der Künstler, der gebürtig aus einer Kleinstadt in Russland kommt. „Natürlich könnte ich nach Berlin fahren, um dort Stadt-Motive zu suchen. Aber solche Themen reizen mich hier gar nicht mehr.“

Eine Frau in einem Waldstück oder an einem See, auf Feldern oder neben einem Bunker, allein in der Natur — Motive wie diese sind es, die der 37-Jährige seit Jahren immer wieder komponiert, inspiriert von Fotos, die er auf Spaziergängen macht. Einen kleinen Ausschnitt davon zeigt er nun im Greifswalder Haus der Ostsee-Zeitung: Der dritte Teil unserer Reihe „Kunstmoment“.

Tiefe Einsamkeit strahlen die beiden Gemälde aus, die hier hängen, Melancholie, aber auch eine große Ruhe. Die fotografische Genauigkeit, mit der Kunkel Acryl auf Holz bringt, verblüfft. „Anfang 20, lange, bevor ich Kunst in Hannover studierte, habe ich mir das beigebracht“: Kunkel studierte in Museen die Werke alter Meister, kaufte sich Lehrbücher, übte. Heute ist das Malen, wie er sagt, zu einer stillen Leidenschaft geworden, die ihn täglich antreibt. Nur wegen seiner Frau und den beiden Söhnen halte er sich die Wochenenden frei.

Dass er in Greifswald landete, lag auch an seiner Frau: Am Caspar-David-Friedrich-Institut bekam sie einen Studienplatz. Kunkel war da gerade mit dem Studium in Hannover durch und dachte: „Malen kann ich überall.“ Außerdem kannte er Greifswald von Fotos. In seiner Heimatstadt Nowaja Ljalja entdeckte er als Kind in einer Zeitschrift einen Bericht über die vorpommersche Stadt, schnitt die Fotos aus, hängte sie über seinen Schreibtisch. „Der Dom, die Gotik, das hat mich fasziniert.“ 2007 stand Kunkel dann zum ersten Mal hier auf dem Marktplatz. Viel bunter als auf den Bildern waren die Häuser, aber sehr vertraut. „Ich habe mich sofort wohlgefühlt.“ sym

OZ

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