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Greifswald Land will Vorpommerns Gewerbegebiete Investoren schmackhaft machen
Vorpommern Greifswald Land will Vorpommerns Gewerbegebiete Investoren schmackhaft machen
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18:11 11.06.2019
Empfang der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV Quelle: Martina Rathke
Greifswald

134 Unternehmen mit Wirtschaftsinteresse für Mecklenburg-Vorpommern, von denen sich 14 für den Nordosten als Standort entschieden: Die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV legte am Dienstag bei ihrem Sommerempfang in Greifswald die Zahlen ihrer Ansiedlungs-Arbeit für 2018 vor. Ein Blick in den Geschäftsbericht zeigt, dass von den 14 Unternehmungen, die in dem Bericht als landesweit gelungene Ansiedlungen ausgewiesen sind, drei im Landesosten erfolgten: mit der Vilua Healthcare GmbH kommt ein Gesundheitsberatungsunternehmen nach Greifswald, die Trend Food Fish Company produziert künftig in Strasburg Fisch in Backteig. Auch der seit vielen Jahren im vorpommerschen Wusterhusen arbeitende Stahlbautenhersteller HAB, der mit einem Hallenbau seine Produktionskapazität verdoppelte, wird von der Wirtschaftsförderung als Ansiedlung geführt.

„Ich kann die Entwicklung als sehr positiv bewerten“, sagte Geschäftsführer Michael Sturm. Seit November 2018 hat die vor zwei Jahren eröffnete Außenstelle der Landeswirtschaftsförderer in Vorpommern ihre Schlagkraft erhöht. „Wir hatten in den letzten zwei Jahren einen Mitarbeiter hier in Greifswald, der überwiegend nur das Büro offen gehalten hat. Seit November sind es drei. Und die arbeiten total intensiv in den Branchen und in den Märkten“, so Sturm. Der Erfolg liege aber noch immer in der Zukunft, räumte er ein.

Konkret geht es um die Großgewerbegebiete Vorpommerns, die nun mit 150 000 Euro aus dem Wirtschaftsministerium besser vermarktet und so gezielter in den Fokus von Investoren gerückt werden sollen. Für den Mukran-Port in Sassnitz wird eine Standortoffensive angeschoben, das Pommerndreieck soll unter anderem im touristischen Bereich wachsen – geplant sei dort ein Erlebnispark ähnlich wie „Karls“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Und in Pasewalk entsteht ein „Gewerbepark Berlin-Szczecin“, mit dem man vor allem Unternehmen aus der Hauptstadt, wo inzwischen Gewerbeflächen knapp sind, in den Nordosten locken will. Bewusst habe man deshalb bei der Bezeichnung des Gewerbeparkes auf den Zusatz Pasewalk verzichtet, räumte Glawe ein.

Vor rund 250 Gästen im Pommerschen Landesmuseum, bei 30 Grad Raumtemperatur, Wein, Apfelsaftschorle und Häppchen appellierte Glawe an die Aufbaumentalität, die die Deutschen schon vor 70 Jahren auszeichnete und verwies auf die daraus gewachsene Wirtschaftskraft. „Das Wirtschaftsministerium arbeitet an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Vorpommern haben wir ganz besonders im Fokus“, sagte Glawe. Landrat Michael Sack (CDU) hörte die Worte gern. „Stillstand bedeutet Rückfall“, sagte er. Vorpommern müsse aufpassen, dass die Rahmenbedingungen im Vergleich zu anderen Wirtschaftsstandorten nicht ungünstiger werden und verwies auf die wunden Punkte: schleppende Digitalisierung, demografischer Wandel und Fachkräftemangel.

Martina Rathke

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