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Greifswald Landkreis warnt vor neuer Betrugsmasche
Vorpommern Greifswald Landkreis warnt vor neuer Betrugsmasche
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10:33 07.03.2019
In Greifswald wurde eine Frau von zwei Männern bedrängt, die Spenden im Namen des Rettungsdienstes einwerben wollte. Quelle: dpa
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Greifswald

In Greifswald gibt es offenbar eine neue Betrugsmasche: Zwei Männer in grün-gelber Einsatzbekleidung klingeln an Haustüren und fordern eine Spende für den „öffentlichen Rettungsdienst“. „Das ist ohne Zweifel ein Versuch, die Bürger abzuziehen“, sagt Kreissprecher Achim Froitzheim. Der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes werbe keinerlei Spenden ein.

„Dafür besteht auch gar keine Grundlage, da der Rettungsdienst vollständig von den Krankenkassen gegenfinanziert wird“, erklärt Froitzheim. Mit ihren Beitragszahlungen an den jeweiligen Krankenversicherer, so der Kreissprecher, hätten die Bürger ihren Beitrag zum Rettungsdienst bereits geleistet.

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Eine aufmerksame Greifswalderin hatte beim Eigenbetrieb des Landkreises Vorpommern-Greifswald angerufen und berichtet, dass sie an der Haustür von zwei jungen Männern bedrängt worden sei, nachdem diese „Sturm geklingelt“ hätten. Einer sei gleich in ihrer Wohnung eingedrungen. Beide Männer hätten im Namen des Rettungsdienstes Geld verlangt. Beide Männer, so die Bürgerin, hätten grün-gelbe Kleidung und Warnwesten mit der Aufschrift „Öffentlichkeitsarbeit“ sowie passende Hosen getragen. Es sei jedoch kein Emblem einer Hilfsorganisation zu erkennen gewesen. Die Männer hätten „frech, fordernd und sarkastisch“ mit ihr und auch allen ihren Nachbarn gesprochen, so die Bürgerin.

„Mit derartigen Betrugsversuchen haben wir eher selten zu tun“, sagt Froitzheim. Einen vergleichbaren Fall von angeblicher Spendensammlung habe es vor einigen Monaten in Anklam gegeben, so der Kreissprecher, als sich Männer – ebenfalls als Duo auftretend – als Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ausgaben. „Einsatzwesten mit der Aufschrift Öffentlichkeitsarbeit oder Pressesprecher tragen ausschließlich wir Sprecher von Behörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen und das ausschließlich im Einsatz oder bei Übungen“, stellte Froitzheim klar.

Pauline Rabe

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