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Greifswald Landkreise wollen enger kooperieren
Vorpommern Greifswald Landkreise wollen enger kooperieren
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18:44 05.12.2019
Die Landräte Stefan Kerth und Michael Sack am Donnerstag bei der Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrages zwischen den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald. Quelle: Petra Hase
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Greifswald

Folgenschwere Gefahrgutunfälle, Tierseuchen, Massenkarambolagen auf der Autobahn: Das Leben bringt Situationen hervor, die viele klug agierende und Hand in Hand arbeitende Einsatzkräfte erfordern. Um für diese Herausforderungen gewappnet zu sein, werden die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen künftig noch enger in den Bereichen des öffentlichen Rettungsdienstes, der Integrierten Leitstellen, der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr sowie im Brand- und Katastrophenschutz kooperieren. Grundlage bildet ein öffentlich-rechtlicher Vertrag, den Landrat Michael Sack (CDU) und sein Amtskollege aus dem Nachbarlandkreis Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), am Donnerstagnachmittag in Greifswald unterzeichneten.

Telenotarzt auch in Vorpommern-Rügen

„Für Feuer, Hochwasser, Unwetter und andere Gefahren gelten keine Verwaltungsgrenzen. Und genau das sollte auch unser Handeln beim Retten, Löschen, Bergen und Schützen bestimmen“, sagte Stefan Kerth. „Ein spannendes Thema“, urteilt Michael Sack, „das Kräfte bündelt und Redundanzen schafft.“ Für Vorpommern-Greifswald sei vieles nicht neu. Der Landkreis habe beispielsweise den Telenotarzt innerhalb des Forschungsprojektes „Landretter“ auf den Weg gebracht und erfolgreich etabliert. „Damit hat er wichtige Impulse gesetzt. Wir profitieren sehr davon, dürfen uns jetzt andocken“, sagt Kerth dankbar. Der Kreis werde jetzt über eine Projektförderung des Wirtschaftsministeriums selbst in die Lage versetzt, den Telenotarzt über zwei Jahre in den Regelrettungsdienst zu überführen. Vorpommern-Greifswald indes werde die technische Ausstattung seiner Fahrzeugflotte schrittweise erweitern.

Leitstellen arbeiten mit der gleichen Software

„Ich begrüße es außerordentlich, dass wir mit unseren direkten Nachbarn für Rettung und Schutz der Bevölkerung buchstäblich an einem Strang ziehen“, sagte Michael Sack. Dabei gehe es nicht nur um eine Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Sicherheit und Versorgungsqualität der Menschen in Vorpommern auf hohem Niveau dauerhaft sicherzustellen. Vielmehr werde auch im Falle des Ausfalls der eigenen Leitstelle Sorge getragen, dass die benachbarte oder andere Integrierte Leitstelle deren Aufgaben übernimmt. „Unsere Leitstellen arbeiten mit der gleichen Software, haben den gleichen Stand der Technik und ähnlich gute Strukturen“, verdeutlicht Markus Zimmermann, Fachdienstleiter von Vorpommern-Rügen. „Außerdem haben wir die gleichen Herausforderungen – etwa mit den Inseln Rügen und Usedom, aber auch mit dem Fachkräftemangel. Deshalb werden wir auch auf dem Gebiet der Aus- und Fortbildung enger zusammenrücken“, betont Timm Laslo, Leiter des Eigenbetriebes Rettungsdienst in Vorpommern-Greifswald.

Kooperationen, betonen alle Beteiligten unisono, habe es schon in der Vergangenheit gegeben. Aber mit der Vertragsunterzeichnung werde die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben, erhalte sie eine rechtliche Grundlage. Und die sei nicht zuletzt dann wichtig, wenn es nach erfolgter Arbeit um Kosten gehe.

Von Petra Hase

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