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Greifswald Greifswalder Landratsamt an einem Ort vereint
Vorpommern Greifswald Greifswalder Landratsamt an einem Ort vereint
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15:17 13.06.2019
Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU) bei seiner Dankesrede für die Bauarbeiter Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

 Der Kreis Vorpommern-Greifswald konzentriert seine Verwaltung in der Feldstraße 85. Gemeinsam mit den Bauleuten feierte Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU) die Fertigstellung des Umbaus des früheren Creativ-Hotels und des Verbinders zum Haus an der Feldstraße. Damit konnten die Häuser Loefflerstraße 15 und Stralsunder Straße 5 / 6 sowie kleinere Standorte wie das Migrationszentrum und die Ausländerbehörde in der Spiegelsdorfer Wende aufgeben werden. Nur an den Außenanlagen des Landratsamtes wird noch gearbeitet. Für den Umbau des Gebäudes investierte Vorpommern-Greifswald etwa neun Millionen Euro.

Zulassungsstelle kommt auch noch in Greifswald

„Jetzt arbeiten in der Feldstraße insgesamt etwa 250 Kollegen“, informiert Pressesprecher Achim Froitzheim. Im sogenannten Haus IV an der Feldstraße, dem Sitz von Landrat Michael Sack (CDU) waren es nur rund 100. „Anfang 2020 ist noch eine Erweiterung geplant. Wir wollen die seit Langem gewünschte Zulassungsstelle für Kfz einrichten“, so Froitzheim weiter. Bislang müssen beispielsweise Bürger des Amtes Landhagen nach Anklam fahren, wenn sie ihr Auto zulassen wollen, im Greifswalder Stadthaus ist das nur Hansestädtern möglich. Auch nach der Kreisgebietsreform 2011 blieb Greifswald in Verkehrsangelegenheiten für sein Stadtgebiet zuständig. An der Feldstraße sind nun auch die Fachämter für Jugend und Soziales, das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt des Kreises zu finden.

Bauarbeiter bei der Dankeschön-Veranstaltung Quelle: eob

„Das ist ein guter Tag für den Kreis Vorpommern-Greifswald“, betonte Vizelandrat Jörg Hasselmann. „Ein langer und schwieriger Weg liegt hinter uns. Letzten Endes hat ihn der Kreistag geebnet.“

Vorpommern-Greifswald sei wegen seiner lang gestreckten Form schwer regierbar, die Wege zwischen Penkun und Mesekenhagen weit, so Hasselmann Aber unabhängig wie man darüber denke, die Gebietsreform sei nun einmal da. Man müsse damit umgehen. Hasselmann betonte, dass drei Verwaltungsstandorte die richtige Lösung für die Bürger seien. Der frühere ostvoporpommersche Kreissitz Anklam hätte zwar zentral gelegen, wäre aber auch nicht ideal gewesen. „Das beste und schönste Gebäude ist die Kürassierkaserne in Pasewalk“, so Hasselmann weiter. Aber der frühere Uecker-Randow-Kreissitz sei wegen seiner Lage auch nicht als zentraler Verwaltungssitz geeignet.

Sehr gute Bedingungen für Mitarbeiter

„In der Feldstraße haben wir ehr gute Bedingungen für die Mitarbeiter“, betonte Hasselmann. Er bekäme nur positive Rückmeldungen, auch von den Kollegen, die keine Außenfenster hätten. Mit dem Verbindungsbau ist ein bisher fehlender Beratungsraum für etwa 50 Personen entstanden, der bislang fehlte.

Ein Atrium ist ein architektonischer Glanzpunkt des Landratsamtes Quelle: eob

Verantwortlich für den Umbau des einst als für das Kernkraftwerk in Lubmin als Berufsschule errichteten Gebäudes war das Rostocker Büro Beyer Architekten. Nach der Wende wurde es das BIG-Bildungszentrum, das auch jetzt hier noch Gebäude nutzt.

„Wir haben das Gebäude zunächst entkernt und dann in zwei Stufen zeitgemäße energieeffiziente Bürostrukturen gestaltet“, sagt Architekt Andreas Lau. Kombizonen mit Besprechungsbereichen entstanden. Architektonisch besonders interessant ist das neue Atrium als Herzstück mit Glasdach. Dadurch könnten die sehr tiefen Gebäude effektiver genutzt werden, so Lau. In einem in Stahlbetonskelettbauweise errichteten Haus sei das schon etwas Besonderes. Lau sprach sich dafür aus, DDR-Gebäude lieber umzugestalten und nicht abzureißen und neu zu bauen. Das sei auch finanziell günstiger.

Im Zuge der Vermögensauseinandersetzung der Hansestadt mit dem Kreis nach der Kreisgebietsreform hatte man sich 2015 auf einen Kompromiss geeinigt. Das Landratsamt konnte Loefflerstraße 8 und Stralsunder Straße 5 / 6 bis zum Umzug in die Feldstraße kostenlos nutzen. Für andere seit der Reform vom Kreis genutzte Immobilien bekam Greifswald Geld, so etwa fünf Millionen Euro für die Berufliche Schule Technik.

Stadt will Plattenbau für Verwaltung nutzen

Wie Stadtsprecherin Andrea Reimann informierte, hat der Hauptausschuss der Bürgerschaft bereits dem Verkauf des früheren Gesundheitsamtes in der Stralsunder Straße beschlossen. Den Plattenbau in der Loefflerstraße soll künftig die städtische Verwaltung nutzen. Derzeit liefen die Planungen für eine nötige Sanierung. Wann diese erfolgt und wer einzieht, stehe noch nicht fest.

Blick auf Haus II und den Verbinder. Der Außenbereich muss noch fertiggestellt werden Quelle: eob

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Eckhard Oberdörfer

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