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Greifswald „Leben könnte ich von der Imkerei auf keinen Fall“
Vorpommern Greifswald „Leben könnte ich von der Imkerei auf keinen Fall“
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00:00 24.08.2017
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Buddenhagen

Im Unterschied zu nicht wenigen seiner Imker-Kollegen ist Daniel Gröhl zufrieden: „Ich habe alle meine zwanzig Völker gut über den vergangenen Winter bekommen, unter anderem deshalb, weil ich sie konsequent gegen die gefürchtete Varroamilbe behandelt habe. Und am Ende des Sommers ist der Ertrag in Ordnung, sowohl von der Quantität als auch von der Qualität.“

Der Buddenhagener profitiert bei Letzterem nicht zuletzt von der Lage des Grundstücks, auf dem er seine Bienen betreut. „Wir sind von Wald umgeben, und im Wald blüht vom Frühling bis zum Sommerende immer etwas. So kann ich das Fehlen von Rapsfeldern in der Umgebung oder von anderen Kulturen ausgleichen.“

Daniel Gröhl (39) hat erst relativ spät zur Imkerei gefunden, seit etwa vier Jahren widmet er sich dieser Aufgabe. Die Grundlage dafür ist aber wohl viel früher geschaffen worden, denn schon als Kind hat er öfter seinem Großvater zugeschaut, wenn der mit seinen Bienen zugange war. „Der Opa war Revierförster in Buddenhagen, und es war üblich, dass viele Förster zugleich Imker waren“, erklärt er.

Als Daniel Gröhl dann erkannte, dass es ihm selbst ernst war mit der Imkerei, musste er sich zuerst mal eine theoretische Basis dafür schaffen. „Ich habe viel Fachliteratur gelesen, im Internet alles Greifbare zu diesem Thema gesucht, mich durch Artikel in Fachzeitschriften und durch Lehrgänge vorbereitet. Und im Imker-Verein Züssow, dem ich seit drei Jahren angehöre, konnte und kann ich zusätzlich sehr viel von den Erfahrungen der älteren Kollegen lernen.“

Von Mai bis September muss sich Daniel Gröhl an sieben Tagen in der Woche jeweils für mehrere Stunden intensiv um seine Bienen kümmern. Bevor er morgens zur Arbeit fährt, widmet er sich ihnen schon ab fünf Uhr, am Abend steht eine weitere „Schicht“ an. Einmal in der Woche wird jedes Volk zum Beispiel auf Krankheits- oder Schädlingsbefall begutachtet, die Zucht der Königinnen, die Gröhl seit einiger Zeit betreibt, erfordert weitere Aufmerksamkeit und Zeit.

„Leben könnte ich aber von der Imkerei, wie ich sie betreibe, auf keinen Fall. Da brauchte man mindestens hundert Völker, und auch das wäre schon knapp.“ Aber er ist dennoch zufrieden: „Der Erlös aus dem Verkauf von Honig und anderen Produkten reicht aus, um die Völker und die Zuchtanlagen zu erhalten.“ Dietrich Butenschön

OZ

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