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Greifswald Weitgehend normaler Betrieb an Greifswalder Schulen
Vorpommern Greifswald Weitgehend normaler Betrieb an Greifswalder Schulen
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16:00 27.02.2019
Rund 40 Lehrer und Lehrerinnen stiegen am Nexöplatz in den von der GEW gecharterten Bus nach Schwerin. Allein etwa 20 davon kamen von der Förderschule "Am Park" in Behrenhoff. Quelle: Anne Ziebarth
Greifswald

Weitgehend normaler Betrieb an den Schulen der Hansestadt: Zwar beteiligten sich auch Lehrer aus Greifswald am landesweiten Streik, zu dem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen hatte. Zu Unterrichtsausfällen kam es kaum.

Rund 40 Lehrer und Lehrerinnen stiegen am Nexöplatz in den von der GEW gecharterten Bus nach Schwerin. Allein etwa 20 davon kamen von der Förderschule "Am Park" in Behrenhoff. „Für uns steht nicht nur das Finanzielle im Mittelpunkt“, sagte Lehrer Michael Schulz. "Wir wollen auch auf Nachbesserungsbedarf bei der Inklusion aufmerksam machen.“ Petra Engler, die in der Verwaltung der Universität Greifswald arbeitet, möchte sich mit dem Streik für gerechtere Löhne einsetzen. „Ich finde eine finanzielle Anpassung an die verbeamteten Kollegen wäre fair“, sagte sie.

Vier von insgesamt 33 Lehrern der Regionalen Schule „Ernst Moritz Arndt“ gingen für mehr Lohn auf die Straße. Unterrichtsausfall hätte es deswegen nicht gegeben, sagt die stellvertretende Schulleiterin Ramona Rudolph. Am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium hätten einige Kollegen gestreikt, so Koordinator Steffen Qual. „Wir konnten das einplanen. Alle Stunden konnten vertreten werden“, sagt er. Am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium hätte es kaum Stundenausfälle gegeben, obwohl einige Lehrer gestreikt hätten, sagt der stellvertretende Leiter Heiko Gallert. Die Käthe-Kollwitz-Grundschule hätte keinen Unterrichtsausfall gehabt, sagt Schulleiterin Ute Prochnow.

Die Grundschule Martin-Andersen-Nexö will sich auf OZ-Nachfrage nicht äußern. Allerdings teilt die GEW auf ihrer Facebookseite mit, dass die Nexö-Grundschule bestreikt wurde. So wie die Hälfte aller Schulen in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, sagt GEW-Sprecherin Michaela Skott.

Die GEW hatte landesweit rund 10.000 Lehrer zum Streik aufgerufen. Sie fordert sechs Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro mehr monatlich. Insgesamt hatten Gewerkschaften rund 28.000 Beschäftigte im Öffentlichen Dienst zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. 3000 streikende Lehrer, Polizisten, Verwaltungsmitarbeiter und Feuerwehrleute kamen laut Veranstalter zur Kundgebung vor die Schweriner Staatskanzlei.

Die OSTSEE-ZEITUNG berichtet im Liveticker fortlaufend über den landesweiten Streik.

Christopher Gottschalk

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