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Greifswald Liskow will Landesmittel für Sanierung
Vorpommern Greifswald Liskow will Landesmittel für Sanierung
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00:00 21.08.2015
Die CDU-Abgeordneten Beate Schlupp und Torsten Renz mit Kustos Dr. Peter König (von links) beim Besuch des Hauses. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Das Land muss die noch fehlenden Mittel für die Sanierung der historischen Gewächshäuser der Uni im nächsten Haushalt bereitstellen. „Dafür werde ich mich bei den jetzt anstehenden Beratungen einsetzen“, versprach der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow. Er besuchte gemeinsam mit dem Arbeitskreis Bildung, Wissenschaft und Kultur der Fraktion den Botanischen Garten.

Die weitgehend im Original erhaltenen Gewächshäuser sind wegen statischer Probleme seit dem letzten Jahr für Besuche gesperrt. Nur Mitarbeiter dürfen sie — befristet bis 2016 — derzeit noch betreten.

Die in den 1880er Jahren gebauten Anlagen aus Schiffsstahl sind im letzten Jahr wegen ihrer großen historischen Bedeutung als Denkmale von nationaler Bedeutung geadelt wurden. Für den Bau des Palmenhauses mit Kalt- und Warmhausanbau ab 1884 zeichnete die Greifswalder Firma von Julius Kessler verantwortlich. In ganz Deutschland blieben nur wenige Denkmale solcher genieteten Konstruktionen à la Eiffelturm erhalten. Die Landesdenkmalpflege hat die Gewächshäuser im Mai dieses Jahres als Denkmal des Monats gekürt. In der Bundesrepublik gibt es nur in Frankfurt am Main noch ein vergleichbares Gewächshaus.

„Es muss uns gelingen, das Geld für die Greifswalder Anlage im nächsten Doppelhaushalt bereitzustellen, sonst verfallen die Bundesmittel für die Sanierung“, erinnerte Liskow beim Besuch an die Dringlichkeit. Berlin hatte im November letzten Jahres 1,36 Millionen Euro aus dem Fonds für die Substanzerhaltung und Restaurierung von Kulturdenkmälern mit besonderer Bedeutung bereitgestellt (die OZ berichtete).

Die Uni als Eigentümer der Häuser hat bisher 350000 Euro zugesagt, was von vielen aber als zu wenig angesehen wird.

Durch Spenden, über Konzerte, Aktionen und Veranstaltungen haben die Freunde des Denkmals auch schon eine fünfstellige Summe zusammengetragen, machte Kustos Dr. Peter König beim Besuch des Arbeitskreises deutlich. Am 5. September findet das nächste Benefizkonzert statt. Auch versucht der Garten, Geld von verschiedenen Stiftungen zu bekommen. Ein Hindernis bei diesen Bemühungen laut König: Es fehlt eine exakte Kostenschätzung. „Wir brauchen eine Größenordnung, wieviel Geld nötig ist“, sagte auch die Landtagsabgeordnete Beate Schlupp beim Gartenbesuch.

Schätzungen gehen von 3,5 Millionen Euro aus. Wie Gartendirektor Prof. Martin Schnittler informierte, habe der Cottbusser Prof. Werner Lorenz erste Ergebnisse seiner Untersuchung der Schäden des Palmenhauses vorgestellt. „Die Konstruktion hat im oberen Bereich erstaunlich gut durchgehalten und ist sanierbar“, so Schnittler. „Vor allem an den Mauerköpfen muss aber nachgearbeitet werden.

Einige neue Verstrebungen sind nötig.“

Mit dem Landesamt für Kultur- und Denkmalschutz sei abgestimmt, neue Verbindungen zu schrauben, „bei den alten jedoch wieder die historische Technik des Nietens anzuwenden.“

Wie Peter König weiter sagte, gebe es Anfang September noch eine Feinabstimmung zu den nötigen Sanierungsmaßnahmen. „Ende September liegt eine konkrete Kostenschätzung für die Gewächshäuser vor“, versprach er.



Eckhard Oberdörfer

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