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Greifswald Loissin: Hoffnung für von der Ostsee bedrohte Siedlung
Vorpommern Greifswald Loissin: Hoffnung für von der Ostsee bedrohte Siedlung
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21:08 17.10.2019
In Loissin drohen mehrere Gebäude, die direkt an der Kliffkante stehen, ins Meer zu stürzen. Quelle: Stefan Sauer
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Loissin

Es gibt neue Hoffnung für die Bewohner einer Siedlung in Loissin (Landkreis Vorpommern-Greifswald), deren Häuser in den Greifswalder Bodden zu stürzen drohen. Minister Till Backhaus (SPD) prüft derzeit die Möglichkeit, dass die Gemeinde eigene Küstenschutzmaßnahmen durchführt, die dann vom Land mit bis zu 80 Prozent gefördert werden können.

„Das Problem in Loissin ist uns bekannt. Wir haben mit den betroffenen Hauseigentümern, dem Bürgermeister und dem Amt bereits intensive Gespräche geführt und suchen nach geeigneten Lösungswegen“, sagte Backhaus.

Bei schwerer Sturmflut könnten Gebäude abstürzen

In Loissin sind derzeit laut Umweltministerium sieben Gebäude absturzgefährdet, die direkt an der Kliffkante stehen. Bei einer schweren Sturmflut könne die Küste bis zu zehn Meter zurückgehen. Experten gingen für Loissin von einem Küstenrückgang von etwa 20 Metern in den nächsten 100 Jahren aus.

Die Bungalowsiedlung entstand ursprünglich mit dem Bau des Kernkraftwerkes in Lubmin als Wochenendhaussiedlung. Backhaus kritisiert, dass die Baubehörden zugelassen hätten, dass Häuser in diesem Gebiet als Hauptwohnsitze genutzt werden dürfen – obwohl die Küstenschutzverwaltung bereits 1991 darauf hingewiesen habe, dass es dort keine Schutzmaßnahmen geben wird.

Daran werde sich auch grundsätzlich nicht viel ändern, betont Backhaus. Investitionen in Küstenschutz seien dort deutlich teurer als der zu erwartende Sachschaden für die Hauseigentümer. „Für mich ist eines klar: Die Entwicklung war und ist absehbar. Dennoch dürfen wir die Betroffenen vor Ort nicht alleine lassen“, sagte Backhaus.

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Von OZ

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