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Greifswald MV-Tag in Greifswald wird Pilotprojekt für Klimaneutralität
Vorpommern Greifswald

MV-Tag in Greifswald ohne Feuerwerk

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16:00 29.01.2020
OB Stefan Fassbinder, Peter Kranz, Leiter der Landesmarketingagentur, und Silvia Rabethge, Projektleiterin MV-Tag, (von links) informieren über den Stand der Vorbereitung des MV-Tages Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Kuschliger und doch größer wird der MV-Tag vom 18. bis 20. September in der Universitäts- und Hansestadt im Vergleich mit dem letzten in Rostock sein. Das kündigt Peter Kranz, Chef der Landesmarketingagentur, an. Es werde 13 statt sieben Veranstaltungsflächen geben, die allerdings meist kleiner als die in der mecklenburgischen Seestadt sein werden. Markt, Fischmarkt, Domvorplatz, Bonhoefferplatz, Rubenowplatz, Am Mühlentor, Schützenstraße, Wall und natürlich der Museumshafenbereich gehören dazu.

„Wir laden alle zum Mitmachen ein“, sagte Martina Hildebrandt, die Chefin der Hanseatischen Eventagentur, am Mittwoch in Greifswald. Interessenten können sich bei ihr melden. Auch Greifswalds OB Stefan Fassbinder (Grüne) hofft auf weitere Ideen und Akteure. Denkbar ist zum Beispiel ein verkaufsoffener Sonntag.

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Kein Festumzug und Feuerwerk zum MV-Geburtstag

Die Stadt wird sich auf dem Vorplatz des Landesmuseums präsentieren. „Dort wird es sechs Heimathäfen geben“, informiert der OB. Themen der Heimathäfen sind Wirtschaft, Wissen, Romantik, Kultur, „zum Leben“ und Nachhaltigkeit. Dort will Greifswald seine Initiativen, wie Lastenräder, Recup-Becher und E-Mobilität, auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt präsentieren. „Der MV-Tag ist ein Pilotprojekt für Nachhaltigkeit von Großveranstaltungen des Landes“, informiert Hildebrandt. Auf einen Festumzug und ein Feuerwerk, aus Anlass des 30. Jahrestages der Wiedergründung Mecklenburg-Vorpommerns, werde daher verzichtet. Einweg Plastik-Geschirr ist nicht zulässig.

Großparkplätze am Stadtrand

Geplant sind auch Großparkplätze mit Shuttleservice zum Zentrum. Das soll Verkehrsprobleme im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Hansering lindern. Einzelheiten würden noch mit den Verkehrsbetrieben abgestimmt, informiert der OB. Eine Idee ist die Ausleihe von Rädern auf den Parkplätzen. Völlig kohlendioxid-neutral zu sein ist unrealistisch, schätzt Kranz ein. Darum werde Möglichkeiten zum Ausgleich der Emissionen gesucht. Eine Möglichkeit ist der Erwerb von Kohlenstoffzertifikaten wie den Moorfutures für Klimaschutzprojekte.

Von Eckhard Oberdörfer