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Greifswald Stau bringt Busfahrer an ihre Grenzen
Vorpommern Greifswald Stau bringt Busfahrer an ihre Grenzen
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18:52 12.12.2018
Der Stau auf der Wolgaster Straße betrifft auch den Busverkehr. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Die Anklamer Straße ist wieder freigegeben – von Entspannung merken die Autofahrer im Berufsverkehr auf der Wolgaster Straße bislang aber wenig. Auch der Öffentliche Personennahverkehr auf dieser Strecke kämpft täglich mit Staus und Verspätungen. „Die derzeitige Verkehrssituation ist wirklich sehr problematisch“, erzählt Busfahrer Peter Arndt von den Stadtwerken. „Früh morgens und am Nachmittag ist es am Schlimmsten, dann stehen die Autos bis zum Möwencenter, wenn sie auf die Wolgaster Straße wollen. Das ist vollkommen verrückt.“ Grund für den täglichen Stau ist die halbseitige Sperrung der Koitenhäger Landstraße. Hier wird bis Ende kommenden Jahres der Ketscherinbach an das städtische Regenabflussnetz angeschlossen.

Auch von Henrik Umnus, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Greifswald, gibt es Kritik. Zwar habe sich die Situation nach der Öffnung der Anklamer Straße entspannt –am Vormittag sei der ÖPNV pünktlich- am Nachmittag aber komme das dicke Ende. „Im Berufsverkehr am Nachmittag müssen wir auf der Wolgaster Straße Verspätungen von bis zu 60 Minuten feststellen“, so Umnus. „Teilweise stehen bis zu 5 Busse gleichzeitig auf der Strecke vom Platz der Freiheit bis zur Rigaer Straße im Stau. Über diese Situation haben wir die Stadtverwaltung informiert." Mehr Busse einzusetzen, wäre nach Angaben Umnus auch keine Option. „Dafür fehlt das nötige Personal“, sagt Umnus. „Darüber hinaus würden mehr Busse auch nur im Stau stehen.“

Stadt stellt Lösung in Aussicht: Zweite Spur kommt

Eine Lösung für die staugeplagten Autofahrer ist allerdings in Sicht. Die Hansestadt hat sich entschlossen, die Verkehrsführung an der Baustelle Koitenhäger Landstraße erneut zur Diskussion zu stellen. „Dazu laufen gerade Beratungen mit allen Beteiligten. Es ist angedacht, während der Bauzeit übergangsweise noch eine zweite Fahrspur anzulegen“, so Bausenatorin Jeannette von Busse. „Damit kann der Verkehr nicht nur - wie jetzt - als Einbahnstraße laufen, sondern zweispurig an der Baustelle vorbei geführt werden.“ Dazu muss der allerdings der Fuß- und Radverkehr anders geführt werden. „Die Bauarbeiten für die zweite Spur sollen in den nächsten Tagen beginnen“, informiert Pressesprecherin Andrea Reimann. „Wann die Verkehrsführung zweispurig freigegeben werden kann, steht allerdings noch nicht fest. Ziel ist, spätestens im Januar.“

Stress für die Busfahrer

Bis dahin müssen sich die Busfahrer aber noch gedulden. Eine Aufgabe, die nicht immer einfach ist. „Für mich ist das Stress pur“, sagt Busfahrer Peter Arndt. „Ich versuche ja die Fahrzeiten einzuhalten, was so natürlich kaum möglich ist. Aber da muss man durch und hofft einfach, gut durch zu kommen.“ Die Fahrgäste seien zum Teil nicht so gelassen. „Die haben ja auch Verpflichtungen, müssen den nächsten Bus oder Zug bekommen oder haben Termine“, zeigt er Verständnis. „Dann ist es natürlich ärgerlich, wenn wir das Ziel erst mit Verspätung erreichen. Und das soll ja im nächsten Jahr noch weiter gehen. Die Situation ist ja für alle nicht schön - für die anderen Autofahrer, für mich, für die Fahrgäste...“

Bislang hatten die Abwasserwerke, die federführend bei der Baustelle in der Koitenhäger Straße sind, stets betont, dass eine andere Verkehrsführung im Rahmen der Bauarbeiten leider nicht möglich sei. Zum einen seien die Baustellenfahrzeuge zum Teil so breit, dass der gesamte gesperrte Fahrbahnbereich benötigt werde. Zum anderen wurde extra für diese Fahrzeuge eine spezielle Schottertraglastschicht aufgebracht. Die Bauarbeiten am Ketscherinbach umfassen eine Gesamtlänge des Gewässers von drei Kilometer Länge. Die Arbeiten an der Koitenhäger Straße sollen im Oktober 2019 fertiggestellt werden, das Gesamtprojekt Ketscherinbach im Jahr 2020.

Anne Ziebarth

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