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Greifswald Mehr Geld für HanseYachts-Beschäftigte
Vorpommern Greifswald Mehr Geld für HanseYachts-Beschäftigte
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16:28 02.04.2019
Gewerkschafter Friedhelm Ahrens und HanseYachts-Vorstand Sven Göbel nach dem Tarifabschluss Quelle: Martina Rathke
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Greifswald

Die 830 Greifswalder Mitarbeiter des Bootsbauers HanseYachts AG bekommen mehr Geld. Nach einem Warnstreik, einer aktiven Mittagspause und sechs Verhandlungsrunden haben sich Unternehmensleitung und die IG Metall auf einen Tarifabschluss geeinigt. Demnach werden die Löhne stufenweise ab 1. April um 3,5 Prozent, ab Januar 2020 um 4,2 Prozent und ab Januar 2021 um 4,8 Prozent erhöht. Ein Facharbeiter, dessen Tarif als Eckwert angesetzt wurde, verdient dann 13 Euro je Stunde. Rückwirkend zum 1. Januar gibt es eine Einmalzahlung von 210 Euro. „Das ist ein gutes Ergebnis. Aber Begeisterung sieht anders aus“, sagte Tarifsekretär Friedhelm Ahrens am Dienstag zum Verhandlungsergebnis. Ursprünglich wollte die Gewerkschaft einen Anstieg des Eckentgeltwertes auf 14,50 Euro je Stunde.

HanseYachts-Vorstand Sven Göbel sprach von einem Kompromiss, der nach mehrmonatigem Ringen erreicht worden sei. Die Mitarbeiter hätten nun für die nächsten Jahre eine klare Perspektive. Der Abschluss bedeutet für das Unternehmen Mehrausgaben von rund drei Millionen Euro pro Jahr. Der Finanzvorstand betonte, dass das Ergebnis angesichts einer relativ angespannten Ausgangslage eine tragfähige Vereinbarung sei. „Bei diesen Verhandlungen darf es keinen richtigen Gewinner geben.“

HanseYachts hatte 2017/2018 trotz der Rekordumsätze von knapp 140 Millionen Euro einen Verlust von 2,3 Millionen Euro eingefahren. Als Gründe nannte Göbel den Wintereinbruch im vergangenen Frühjahr, der Hauptproduktionszeit, die Entwicklung und Platzierung neuer Produkte im Markt und die daraus resultierende Anpassung der Fertigungsprozesse. Für 2018/19 will HanseYachts wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Das seit 2007 börsennotierte Unternehmen produzierte im vergangenen Geschäftsjahr rund 600 Yachten. Rund 40 Prozent des Umsatzes wurde mit Motorbooten der Marken „Sealine“ und „Fjord“ erzielt. Für die rund 650 Mitarbeiter des Unternehmens im polnischen Goleniów gilt der Tarifabschluss nicht.

Martina Rathke

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