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Greifswald Mehr Geld für Vorpommersche Landesbühne Anklam
Vorpommern Greifswald Mehr Geld für Vorpommersche Landesbühne Anklam
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09:59 15.04.2019
„Der Geizige“ von Molière ist am 22., 24. und 25. April in der Zinnowitzer Blechbüchse zu erleben. Quelle: Martina Krüger
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Anklam

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will den Zuschuss an die Vorpommersche Landesbühne Anklam ab 2019 jährlich um 50000 Euro erhöhen. Damit steigt die Zuwendung insgesamt auf eine Viertelmillion Euro an. Der Kreistag folgt damit einem Vorschlag der Verwaltung. Allerdings soll die Zahlung unter der Voraussetzung erfolgen, dass auch das Land seinen Zuschuss erhöht. Aus Schwerin kam bislang keine Äußerung dazu.

Hintergrund des mit großer Mehrheit gefassten Kreistagsbeschlusses ist, dass sich das Anklamer Theater in finanzieller Notlage befindet. Das Land hat zwar im Sommer 2018 mit kommunalen Trägern und Gesellschaftern der Mehrspartentheater den sogenannten Theaterpakt beschlossen, wonach es für die Bühnen in MV mehr Geld gibt. Die Vorpommersche Landesbühne ging jedoch leer aus, da sie sich nicht in kommunaler Trägerschaft befindet. Um ihren laufenden Betrieb zu sichern, benötigt die Spielstätte aber dringend höhere Zuwendungen.

„Allein um faire Gehälter zu zahlen, müssten die Landesmittel um 800 000 Euro aufgestockt werden“, erklärte jüngst gegenüber der OZ Martin Schneider. Er übernimmt am 1. Mai die Intendanz von Wolfgang Bordel, der sich nach 36 Jahren von der Landesbühne verabschiedet. Aktuell zahlt das Land an die Anklamer Bühne 1,55 Millionen Euro pro Jahr. Das sind gerade einmal 4,3 Prozent der Mittel, die Schwerin für alle Theater in MV ausreicht.

Erst vor kurzem habe die Vorpommersche Landesbühne den Mindestlohn eingeführt und damit eine Erhöhung der unteren Gehaltsgruppen erreicht. Allerdings seien die Gehälter der Fachkräfte nicht mitgewachsen. Das wirke sich negativ auf die Gewinnung neuer Mitstreiter aus, die derzeit dringend benötigt werden. Das durchschnittliche Bruttogehalt der Beschäftigten liege derzeit 40 Prozent unter dem Niveau anderer Häuser in MV, so Schneider.

Die Kommunalpolitiker in Vorpommern-Greifswald sind sich daher so einig wie selten. „Die Uhr ist fünf vor zwölf“, warb Kreistagsmitglied Falko Haack (CDU) eindringlich für eine höhere Unterstützung der Bühne. Das Theater, das neben Anklam auch Spielstätten in Heringsdorf, Zinnowitz sowie Barth betreibt und rund 80000 Zuschauer pro Jahr zählt, sei bundesweit auch für seine Ausbildung anerkannt. Der Landkreis würde ein vielfältiges Programm in vielen Orten verlieren, sollte es zu einem Aus kommen. Davor warnte auch Patrick Dahlemann (SPD), der wie Haack darauf baut, dass das SPD-geführte Kultusministerium nun mit der Förderung nachziehe. Zum Stand etwaiger Gespräche in Schwerin wollte er sich als Staatssekretär für Vorpommern jedoch auch nach Aufforderung von Jeannine Rösler (Linke) nicht äußern.

Anklams Bürgermeister Michael Galander versicherte dem Gremium, dass das zusätzliche Geld gut angelegt sei. Der Kreis könne stolz darauf sein, mit der Vorpommerschen Landesbühne „eines der modernsten und effizientesten Theater vielleicht in ganz Deutschland“ zu haben. Daher sei es wichtig, es langfristig zu sichern. Die Stadt Anklam erhöht ihren Zuschuss ebenfalls. Gab sie der Bühne 2018 noch 150000 Euro, seien es ab diesem Jahr regulär 175000 Euro sowie in 2019 noch einmal extra 25000 Euro.

Intendant Wolfgang Bordel freut sich über derlei Unterstützung. Auch weitere Kommunen hätten ihre Bereitschaft zur Hilfe erklärt. „Doch damit können wir unsere Probleme noch nicht beheben. Das klappt erst, wenn das Land mitzieht“, sagt er. Zwar habe es bereits positive Signale gegeben, feste Zusagen indes nicht. Er baue deshalb auf ein Gespräch, das in dieser Woche stattfinden werde.

Petra Hase

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