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Greifswald Mehr Tempo-30-Zonen für Greifswald
Vorpommern Greifswald Mehr Tempo-30-Zonen für Greifswald
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17:16 28.02.2019
Die Tempo-30-Zone in der Wolgaster Straße soll verlängert werden Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

 In Greifswald soll es leiser werden. Noch sind rund 2000 Hansestädter von potenziell gesundheitsgefährdendem Lärm betroffen, vor allen an den Durchfahrtstraßen. Mehr Tempo-30-Zonen, mehr Kreisverkehre, Smileys zur Erinnerung an die gefahrene Geschwindigkeit oder leiser Asphalt sind Werkzeuge, die die Stadt bei der Fortschreibung ihres Lärmaktionsplanes nutzen will. So empfehlen die Experten z. B. künftig in der Wolgaster Landstraße, der Stephanistraße, Goethestraße und Teilen der Langen Reihe überall Tag und Nacht Tempo 30 einzuführen. Bestehende nächtliche Tempo-30-Zonen in der Wolgaster Straße und der Anklamer Straße sollten bis zum St. Georgsfeld beziehungsweise der Rathenaustraße verlängert werden. Viele Verkehrswege, wie die Loeffler-, Neunmorgenstraße und die Lomonossowallee müssten neu gestaltet werden.

Einige Bürger möchten Lärm-Probleme radikal angehen. Das zeigte die Diskussionsrunde am Mittwochabend im Bürgerschaftssaal des Rathauses. Zwei Ideen zur Verbesserung der Situation in der Innenstadt: Poller am Eingang der Friedrich-Loeffler-Straße und an der Steinbecker Brücke aufstellen. Wer von Norden kommt, könne die Ortsumgehung nutzen oder das letzte Stück vom Museumshafen Nord zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, hieß es. Und die Millionen für die Umgestaltung des Hanserings könne man dann sparen.

„Die Wiecker und Ladebower haben es jetzt schon weit“, meinte Tobias Schönefeld vom Planungsbüro Hunger, das im Auftrag der Stadt an der Fortschreibung des Lärmaktionsplanes arbeitet, zu diesen Ideen. „Auch die Innenstadthändler würden protestieren.“ Zur Verringerung des Verkehrs von Norden könnte eher eine Osttangente beitragen - eine neue Straße von der Ladebower Chaussee Richtung Koitenhäger Landstraße mit einer weiteren Querung des Ryck. Dieser Vorschlag hat es ebenso in den Entwurf des neuen Lärmaktionsplanes geschafft wie eine Verlängerung der Herrenhufenstraße, um den Bereich um die Schillerstraße zu entlasten.

Auch die Europakreuzung haben die Krach-Bekämpfer im Visier, obwohl das Reizwort „Diagonalquerung für Radler“ am Mittwoch nicht genannt wurde. Sie sollte überplant werden, um die Situation für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Dass generell den Bedürfnissen von Radfahrern und Fußgängern mehr Aufmerksamkeit gelten muss, sieht Tobias Schönefeld als ganz wichtig an. Um den Umstieg vom Auto zu erleichtern, sollte es mehr Möglichkeiten der Ausleihe von Rädern und auch Lastenrädern an Schnittstellen mit Bus und Bahn geben.

Besonders viele Probleme und Anregungen hatten Anwohner der Wolgaster Straße zu der Diskussionsrunde mitgebracht. Sie nerven zum Beispiel nächtliche Traktorfahrten. Ferner wurde die Anpflanzung von Sträuchern zur Minderung von Krach angeregt. „Das hat mehr eine psychologische Wirkung“, sagte Schönefeld. „Bei Anpflanzungen muss immer eine mögliche Einschränkung der Sicht beachtet werden.“ Traktoren die Nutzung der Wolgaster zu verbieten, lasse die Straßenverkehrsordnung nicht zu.

Eckhard Oberdörfer

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