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Greifswald Greifswalder Ortsteile wünschen sich Läden
Vorpommern Greifswald Greifswalder Ortsteile wünschen sich Läden
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15:30 13.01.2019
Auf dem jetzt gesperrten Gelände an der Wiek sollte das neue Zentrum von Riemserort entstehen. Der Investor möchte auch einen Laden etablieren. Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Die meisten kleinen Konsum-Läden der DDR-Zeit in den Dörfern sind Geschichte. Die Konkurrenz war nach der Wende übermächtig. Als Riemserort in den 1950er Jahren als Wohnsiedlung für das Forschungsinstitut auf dem Riems entstand, gab es sogar ein Landwarenhaus. Davon können die Bewohner des Stadtteils derzeit nur träumen. Der Weg zum nächsten Laden ist für sie aber gar nicht weit. Im benachbarten Gristow gibt es einen Dorfladen. Die neue Inhaberin Heike Heimert hat nicht nur viele Pläne für neue Angebote, sie hofft auch auf Kunden aus Riemserort.

Möglicherweise gibt es im Stadtteil bald Konkurrenz für die Gristowerin. Als die A4RES Group GmbH 2016 den größten Teil von Riemserort erwarb, kündigte sie die Schaffung eines neuen Zentrums mit Einkaufsmarkt, Kleingewerbe und Gaststätte auf dem Gelände des früheren Seglerhafens an (die OZ berichtete). Laut Stadt ist in diesem Jahr mit Baurecht für die Umgestaltung des Areals an der Wiek zu rechnen.

Für Discounter wie Lidl, Netto oder Aldi ist Riemserort nicht nur zu klein, ihre Ansiedlung ist auch nicht erwünscht. Sie widerspräche den Zielen des Einzelhandelsfachplans der Hansestadt, dessen Fortschreibung in den Gremien der Bürgerschaft diskutiert wird. „Wir wollen damit die rechtlichen Grundlagen für Planungen schaffen und den jetzigen Plan an die Rechtssprechung anpassen“, erläuterte Verwaltungsmitarbeiter Michael Heinz. Für einen sogenannten zentralen Versorgungsbereich fehlten in den Ortsteilen wie Friedrichshagen, Wieck und Ladebow die nötigen 5000 Einwohner. Riems und Riemserort schaffen es trotz der beiden großen ansässigen Arbeitgeber Friedrich-Loeffler-Institut und IDT Bilologica nicht in diese Kategorie. Wie Michael Heinz laut Protokoll der Sitzung der Ortsteilvertretung Riems sagte, gibt es in Riemserort auch keine städtischen Grundstücke zur Ansiedlung von Handelseinrichtungen. Allerdings sollten mit dem Plan Alternativen aufgezeigt werden. Da sind zum Beispiel genossenschaftlich betriebene kleine Läden.

Der Ortsrat Riems stimmte am Ende der Fortschreibung des Einzelhandelsfachplans zu. Aber nur unter der Voraussetzung, dass das Ziel der Etablierung Ladens mit Waren des täglichen Bedarfs auf dem Riems verfolgt wird, so die Vorsitzende des Ortsrates Marion Heinrich (Linke).

In Wieck und Ladebow gibt es weder Nahversorger noch Investorenpläne für deren Bau. „Wir sind wieder mal abgehängt, was die Infrastruktur betrifft“, kommentierte deren Vorsitzender Bernd Lieschefsky (Bürgerliste). Die Idee, einen Nahversorger hinter dem Deich in Wieck an der Promenade anzusiedeln, sei nicht weiter verfolgt worden, kritisierte er.

„Bei uns kann es nur darum gehen, dass es eine Möglichkeit zur Ansiedlung einer Verkaufseinrichtung gibt, wenn sich jemand dafür interessiert“, so Ortsrat Christian Kruse (CDU). Die ist im Bebauungsplan für den Hafen Ladebow gegeben. Auch dieser Ortsrat stimmte dem Plan zu.

Eckhard Oberdörfer

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