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Greifswald Millionen für die Forschung: Neues Helmholtz-Zentrum an der Uni Greifswald geplant
Vorpommern Greifswald Millionen für die Forschung: Neues Helmholtz-Zentrum an der Uni Greifswald geplant
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15:17 15.11.2019
Das Zentrum für mikrobielle Genomforschung wurde vor zwei Jahren in Greifswald eröffnet. Jetzt soll ein Helmholtz-Institut dazukommen. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Der Wissenschaftsstandort Greifswald bekommt Zuwachs: An der Universität Greifswald soll ein neues Helmholtz-Institut errichtet werden, wie der Haushaltssprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, am Freitag mitteilte. Zudem bekomme das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems ein neues Fachinstitut „Internationale Tiergesundheit/One Health“.

Rehberg zufolge ist als Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung GmbH (HZI) in Braunschweig ein neues Institut für Molekulare Infektionsforschung mit zwei Abteilungen in Greifswald geplant. Für 2020 sollen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, für die Folgejahre bis 2024 seien es weitere 41,3 Millionen Euro. Das habe der Haushaltsausschuss beschlossen. Die Finanzierung für die Jahre nach 2024 sei ebenfalls sichergestellt.

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Land muss Finanzierung zusagen

Den Institutsneubau am Greifswalder Campus muss das Land zu 50 Prozent mitfinanzieren. Bis zur Finanzierungszusage durch das Land blieben die Mittel gesperrt, sagte Rehberg. Der laufende Betrieb solle zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land bezahlt werden. Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) begrüßte die Entscheidung. Greifswald sei Partnerstandort der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung und habe eine hervorragende Universitätsmedizin.

Erst im im Jahr 2017 war in Greifswald das neue Zentrum für mikrobielle Genomforschung an die Universität eröffnet worden. Hier wird Grundlagenforschung zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten betrieben. Alles in allem arbeiten rund 160 Wissenschaftler auf 3600 Quadratmeter Fläche. Bereits damals gab es Ideen für ein weiteres Institut am Standort.

Auch das Loeffler-Institut bekommt neues Institut

Das neue Fachinstitut am Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit soll sich mit der Einheit der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt befassen. Früheren Angaben von Institutspräsident Thomas Mettenleiter zufolge wird die Arbeit des FLI zunehmend durch international verbreitete Erreger bestimmt. Die internationale Ausrichtung sei 2006 als Reaktion auf die Vogelgrippe intensiviert worden.

Außerdem investiert der Bund nach Angaben der Stralsunder SPD-Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen 7,8 Millionen Euro in die Sanierung des Gebäudes „Alte Physik“ auf dem historischen Campus der Universität Greifswald. Das Haus soll zum Zentrum der Herrenhausforschung im Ostseeraum werden. Mit den Bundesmitteln für die 1891 eröffnete „Alte Physik“ ist Steffen zufolge die Gesamtfinanzierung des Projekts in Höhe von 16 Millionen Euro gesichert.

Zentrum für Herrenhaus-Forschung entsteht

Das seit Jahren leerstehende Gebäude soll zum Zentrum für Herrenhausforschung im Ostseeraum werden, wofür der Bund weitere 2,59 Millionen Euro bereitstellen will. Nach Angaben des Greifswalder Kunstgeschichtsprofessor Kilian Heck gibt es im Ostseeraum grob geschätzt 10 000 Herrenhäuser. Sie seien Teil einer europäischen Kulturlandschaft, die in allen Anrainerstaaten vergleichbar sei. Der Bestand soll digital erfasst und wissenschaftlich bearbeitet werden.

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Von dpa

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