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Greifswald Mit Mama und Papa Kroos zu Tonis Filmpremiere in Greifswald
Vorpommern Greifswald Mit Mama und Papa Kroos zu Tonis Filmpremiere in Greifswald
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18:36 05.07.2019
Regisseur Manfred Oldenburg (l.) mit Toni Kroos' Eltern Roland und Birgit Kroos bei der "Kroos"-Premiere in Greifswald. Quelle: Christian Rödel
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Greifswald

„Mir fehlen die Worte“, sagt Melissa Weiß nach der Filmpremiere von „Kroos“ in Greifswald. Die 16-Jährige war extra aus Demmin nach Greifswald gekommen, um ihrem Idol wenigstens auf der Leinwand nahe zu sein – natürlich im Toni-Kroos-Trikot mit der Nummer 8. „Der Film hat gezeigt, warum man so stolz auf ihn sein kann: Dass es einer aus unserer Region so weit geschafft hat.“

Am Donnerstagabend feierte der Dokumentarfilm über Deutschlands erfolgreichsten Fußballstar in dessen Heimatstadt Greifswald Kinostart. Weil die Kartennachfrage so groß war, wurde der Film gleichzeitig in zwei ausverkauften Sälen des Cinestar-Kinos gezeigt. Insgesamt wollten mehr als 400 Zuschauer den Streifen sehen. Allein der Greifswalder FC und Weggefährten des 29-jährigen Nationalspielers füllten einen Saal.

Fan Melissa Weiß im Trikot von Toni Kroos im Kino in Greifswald. Quelle: Christian Rödel

Dankbarer Regisseur

Auch die Eltern des Kickers waren dabei. Während Toni Kroos den Film am Abend in München präsentierte, war Regisseur Manfred Oldenburg nach Greifswald gereist. Er drehte Szenen des 113-minütigen Films auch in der Hansestadt. „Wir waren drei oder vier Mal in Greifswald, darunter bei zwei Spielen des Greifswalder FC. Wir durften mit in die Kabine und bei der Meisterfeier dabei sein“, sagt Oldenburg.

Karriere-Stationen des Fußballers Toni Kroos:

Ausschnitte aus dem Kinofilm und Stationen der Karriere des Fußballers Toni Kroos

Oldenburg wollte auch den Nachwuchs des GFC filmen, doch hier gab es ein Problem: „An diesem Tag war Training des DFB-Stützpunktes und der DFB wollte uns nicht drehen lassen“, erinnert sich der Regisseur. „Doch dann hat Toni Kroos’ Halbbruder Stefan kurzerhand den DFB vom Platz geschickt und die Jungs die GFC-Trikots anziehen lassen. So konnten wir dann unsere Aufnahmen machen.“ Weil der Verein und auch die Familie Kroos ihn mit so viel Offenheit und Wärme begegneten, wollte Oldenburg es sich nicht nehmen lassen, zur Premiere nach Greifswald zu kommen.

Grußwort vom Weltmeister an die alte Heimat

Toni Kroos hatte eigens für die Vorführung ein Grußwort an seinen alten Verein verfasst. Er freue sich sehr, dass so viele gekommen sind: „Das zeigt, dass ihr mich nicht vergessen habt. Ich habe euch auch nicht vergessen.“

Auf den Spuren von Toni Kroos wandelt Ole Steinweller: Der Zehnjährige spielt wie Kroos beim Greifswalder FC. Auch er ist vom Film begeistert. „Ich fand ihn sehr gut, vor allem die Szenen, die in unserem Volksstadion gedreht wurden.“ Und sein Vater Manuel meint: „Ich fand den Film mega. Er zeigt, wie gelassen Toni Kroos ist und wie toll er sich um seine Kinder kümmert.“ Bei der GFC-Jugend spielt auch Frode Hotopp (10): „Mir haben vor allem die Szenen gefallen, die Toni Kroos bei der Champions-League-Feier im Bernabéu-Stadion in Madrid zeigen.“

Ole Steinweller (10, l) und Frode Hotopp (10) wandeln auf den Spuren von Toni Kroos beim Greifswalder FC. Quelle: Christian Rödel

Toni ist einfach Toni geblieben

Begeistert zeigte sich nachher auch Karsten Lehmann, früherer Sprecher des FC Hansa Rostock, wo Toni Kroos als Jugendlicher von seinem Vater trainiert wurde. „Der Film ist sensationell gut, er gibt genau die Rolle, die Kroos in der Mannschaft spielt, wieder: bodenständig, wie die ganze Familie Kroos.“ Marco Kröger hatte in der F- und E-Jugend mit Toni in Greifswald gespielt. „Damals hat man schon gesehen, dass er das Talent hat, Profi zu werden. Dass es dann aber so schnell ging, hätte ich nicht gedacht.“ Den Film will Kröger noch öfter sehen: „Ich fand interessant, was Trainer und Journalisten über Toni sagen. Toni ist einfach Toni geblieben.“

Toni Kroos’ Eltern hatten den Film schon vorher gesehen: „Ich habe auch neue Dinge erfahren, etwa bei den Szenen aus der Kabine oder im Hotel“, sagt Vater Roland. „Der Film spiegelt gut wider, was Toni ausmacht.“ Neue Einblicke in das Seelenleben von Toni gab es für den Vater dagegen nicht: „Dafür kennen wir uns zu genau, er hat ja seine Art und sein Wesen nicht verändert.“

Mama Kroos: Ich vermisse ihn wahnsinnig

Bei Mutter Birgit kamen durch den Film und die Berichterstattung im Umfeld die Erinnerungen an die frühe Trennung von ihrem Sohn hoch. „Früher war es ja nicht üblich, dass man mit 16 aus dem Haus geht. Aber er war ja gleich erfolgreich, da fällt es leichter, sich vom Elternhaus zu lösen.“ So ganz loslassen kann sie bis heute nicht: „Natürlich vermisse ich ihn immer noch wahnsinnig, auch wenn sich die Bindung gelockert hat. Bis zu seinem Auszug war ich die wichtigste Frau in seinem Leben und plötzlich spielt man so gut wie keine Rolle mehr.“

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