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Greifswald Multiresistenter Keim: Dieser Hort in Greifswald ist betroffen
Vorpommern Greifswald Multiresistenter Keim: Dieser Hort in Greifswald ist betroffen
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14:52 29.10.2019
Im Sommer wurden alle Bäder des Horts Kunterbunt erneuert. Quelle: Pressestelle HGW
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Greifswald

Ein multiresistenter Keim ist im Greifswalder Hort Kunterbunt gefunden worden. Das teilte das Gesundheitsamt des Landkreises am Dienstag mit. Dem Amt wurde am Montag eine sogenannte MRSA-Erkrankung gemeldet – eine Infektion durch einen methicillinresistenten Staphylococcus-aureus-Keim. Der Keim kann eitrige Hautinfektionen verursachen, aber auch Lungenentzündungen sowie ein toxisches Schocksyndrom auslösen.

Da die Erkrankung in einer Gemeinschaftseinrichtung aufgetreten ist und über Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragbar ist, wurden alle 216 Eltern der Hortkinder schriftlich vom Gesundheitsamt über das Auftreten dieser Erkrankung informiert.

„Bei der Erkrankten handelt es sich um eine Mitarbeiterin der Einrichtung“, so Achim Lerm, Leiter des kommunalen Betriebs „Hansekinder“, zu dem der Hort gehört. Einen ähnlichen Fall kenne man nicht. „Die Eltern wurden informiert, auf mögliche Symptome bei ihren Kindern zu achten und dann sofort den Arzt aufzusuchen.“

Kreissprecher: Es ist eine Einzelerkrankung

Kreissprecher Achim Froitzheim betonte, dass es sich um eine Einzelerkrankung handele. „Bislang sind keine weiteren Fälle bekannt“, so Froitzheim. „Der Hort ist auch weiterhin geöffnet.“

Die Information des Gesundheitsamtes war notwendig, um eventuell auftretende Zweiterkrankungen schnell zu erkennen und einer optimalen Therapie zuzuführen. „Eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, heißt es im Schreiben des Gesundheitsamtes.

In der Vergangenheit sind wiederholt multiresistente Keime in Greifswald aufgetreten. Zuletzt sorgte das multiresistente Darmbakterium 4MRGN Klebsiella pneumoniae für Aufruhr. Der Krankenhauskeim vom Typ 4MRGN ist gegen vier verschiedene Antibiotika-Gruppen resistent, vermehrt sich in Krankenhäusern besonders gut und kann nur mit speziellen Präparaten bekämpft werden.

Bis zum heutigen Tag wurden dem Gesundheitsamt des Landes 17 Nachweise des Bakteriums (sechs Infektionen und elf Besiedlungen) übermittelt. Für gesunde Menschen ist das Bakterium ungefährlich. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann es jedoch schwere Infektionen hervorrufen.

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