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Greifswald Nabu gegen Baumfällung für Ostseeküstenradweg
Vorpommern Greifswald Nabu gegen Baumfällung für Ostseeküstenradweg
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13:15 17.04.2019
Diese Kastanien sollen dem Ostseeküstenradweg weichen
Diese Kastanien sollen dem Ostseeküstenradweg weichen Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Der Kreis prüft gegenwärtig die Anlegung einer neuen Allee an der westlichen Seite der früheren B 96 bei Neuenkirchen. Damit könnte der Charakter der Chausseestraße als Allee erhalten werden. Für den Nabu ist das kein Kompromiss im Streit um die Fällung der geschützten alten Rosskastanien, die auf der Ostseite neben den Häusern stehen. Sie sollen für die Anlage des Ostseeküstenradwegs an der Kreisstraße 5 Ende des Jahres gefällt werden (die OZ berichtete). „Das ist eine Ausgleichsmaßnahme“, sagt Cosima Tegetmeyer für die Naturschutzorganisation. „Wir fordern, dass die Alleebäume als geschütztes Gut nicht zerstört werden.“

Dazu habe der Nabu Varianten einer anderen Führung vorgeschlagen. „Eine Möglichkeit wäre, den Radweg schmaler zu bauen als geplant“, sagt Tegetmeyer. Das habe das beauftragte Planungsbüro als nicht umsetzbar bezeichnet. Variante zwei ist die Verlegung des Radwegs auf die Westseite, auf der keine Bäume stehen. Dagegen wurden bisher immer Sicherheitsprobleme als Gegenargumente genannt, die Kreisstraße müsste gequert werden. Außerdem fehlten Grundstücke für den Bau. Das wird bisher auch gegen die dritte Lösungsmöglichkeit ins Feld geführt, die Führung durch Neuenkirchen über die Theodor-Körner-Straße und die Dorfstraße mit Anbindung an den Kreisverkehr Richtung Stralsund. „Der von Wackerow kommende Radweg könnte so eingebunden werden“, argumentiert Tegetmeyer,

Der Kreis geht gegenwärtig von einem Bau des Radwegs inklusive eines neuen Kreisverkehrs an der Einfahrt zum Marktkauf nach Fällung der Kastanien 2020 aus.

eob