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Greifswald Naturerlebnispark Gristow startet durch
Vorpommern Greifswald Naturerlebnispark Gristow startet durch
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09:08 01.03.2019
Vera Fickers und ihr Partner Arne Christiansen haben den Naturerlebnispark im Frühjahr 2018 übernommen. Seitdem stecken sie viel Zeit und Mühe in die Anlage. Immer mit dabei: ihre beiden Kinder Lina (3) und Hannes (1). Quelle: Pauline Rabe
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Gristow

Die Krise nach der Insolvenz des Fördervereins des Naturerlebnisparks Gristow ist überwunden. Die neuen Eigentümer, die Wackerower Vera Fickers und Arne Christiansen, haben das Gelände aufgeräumt, für ein freundlicheres Aussehen gesorgt und neue Gehege gebaut. Ihnen hatte der Förderverein im April letzten Jahres unter mehreren Bewerbern den Vorzug gegeben. Knapp 140 handzahme eigene Tiere, Schafe, Ziegen und Pferde, haben an der alten B 96 bereits eine neue Heimat gefunden. Der Naturerlebnispark gehört zur Pommernarche, die sich dem Erhalt alter Nutztierrassen verschrieben hat. Die frühere Schweineanlage wird auf Vordermann gebracht. „Die Häuser bleiben stehen“, sagt Vera Fickers. Wer dort einzieht, ist noch nicht entschieden, es könnten auch wieder Schweine sein.

Die nächsten Neuankömmlinge stehen aber schon fest. „Wir bekommen Chinchillas“, erzählt Fickers. Auch Norweger- und Isländerpferde ziehen nach Gristow. „Unsere Tiere sind multikulturell“, verdeutlicht die Betreiberin. Auch ein französischer Esel und Uckermärker Rinder sind in Gristow Zuhause. Also gute Gründe, den täglich geöffneten Park zu besuchen.

„Unsere ersten sozialen Projekte sind jetzt angelaufen“, erzählt Vera Fickers. So gebe es Projekte für Schüler, und Interessenten könnten in Gristow ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Die Arbeit mache richtig Spaß. Viele Bürger helfen den neuen Betreibern, und immer wieder gebe es Futterspenden. „Körbeweise wurden uns Äpfel aus den Gärten gebracht.“ Es gebe auch ein großes Interesse, im Park zu feiern. „Wir sind schon fast ausgebucht für dieses Jahr.“ Auch der Zeltplatz stehe weiter zur Verfügung und man könne weiter im Park grillen.

„Wir stimmen uns wegen der geplanten Veranstaltungen mit den Tierparks in Greifswald und Stralsund ab“, erläutert die Betreiberin. Eine Konkurrenz untereinander soll vermieden werden. Daher wird der Naturerlebnispark Gristow den Kindertag wieder zeitversetzt organisieren. „Wir werden ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene anbieten“, verspricht Fickers. Außerdem bemühe man sich um den Auftritt eines kleinen Zirkus. Auch das Osterfest überlässt man „feiertechnisch“ Stralsund und Greifswald. „Wir wollen am Wochenende danach, am 27. April, zu einem Kloster- und Flohmarkt einladen“, so Vera Fickers. Klostermarkt sei aber ein Arbeitstitel, der noch geändert werden könne. „Wir suchen Interessenten für Stände unseres geplanten großen Flohmarktes.“ Daran sollen die Besucher vorbeibummeln können, um danach zum Beispiel Kuchen und Kaffee zu genießen.“ Auch ein kleines Programm werde es geben. Es solle ein schöner bunter Nachmittag werden.

Der Naturerlebnispark war lange Zeit als Austragungsort des Gristower Tonnenabschlagens zu Pferde nach dem Zug der Reiter von der Gristower Friedenseiche zum Park bekannt. „Wir würden das gern wieder machen“, sagt Vera Fickers. Darüber werde es in naher Zukunft Gespräche geben. „Ob es wieder ein Tonnenabschlagen im Naturerlebnispark gibt, das wird in Kürze entschieden.“ Immerhin handelt es sich um eine Jahrhunderte alte Tradition. Das Tonnenabschlagen war 1986 wiederbelebt worden und fand zuletzt 2015 statt. Es wurde ausgesetzt, weil eine ausreichende Zahl von Reitern fehlte.

Nicht zuletzt planen Vera Fickers und Arne Christiansen einen großen Schafmarkt. Den Termin müsse man mit den Arbeiten im Ackerbau ihres Landwirtschaftsbetriebes abstimmen.

Der Naturerlebnispark

Der Naturerlebnispark Gristow liegt an der alten B 96, nahe der Kreisstraße Richtung Insel Riems

Im April hat der Park täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. In den Monaten April bis Oktober können die Besucher von 10 bis 18 Uhr kommen.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene drei Euro. Kinder bis fünf Jahre müssen nichts bezahlen. Von sechs bis 18 Jahren werden 1,50 Euro fällig.

Ohne Anmeldung kann von 10 bis 17.30 Uhr gegrillt werden. Mit Anmeldung ist das auch danach möglich.

Eckhard Oberdörfer

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