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Greifswald Neubau mit 24 Sozialwohnungen entsteht in Südstadt
Vorpommern Greifswald Neubau mit 24 Sozialwohnungen entsteht in Südstadt
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13:59 30.03.2018
Im Rahmen der staatlichen Wohnbauförderung entstehen in der Greifswalder Südstadt in einem attraktiven Wohngebiet 24 hochmoderne Wohnungen für Ein-, Zwei- und Drei-Personenhaushalte. Das Land fördert die Baumaßnahme. Um eine der Wohnungen zu beziehen, bedarf es eines Wohnberechtigungsscheines, denn der Quadratmeterpreis ist auf 5,50 Euro festgesetzt. Quelle: Meerkatz Cornelia
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Greifswald

Geförderter sozialer Wohnungsbau mit einer Kaltmiete von 5,50 Euro pro Quadratmeter beim Erstbezug – in der Greifswalder Südstadt (Niels-Bohr-Straße/ Einsteinstraße) auf dem früheren Gelände der Firma „Ostseetrans“ wird er wahr. In einem attraktiven Wohnumfeld mit guter Infrastruktur wie Einkaufsmöglichkeiten, Kindertagesstätte und Schulen sowie Ärzten entstehen derzeit 24 moderne Wohnungen für Ein-, Zwei- und Drei-Personen-Haushalte. Ende August sollen die Wohnungen bezugsfertig sein, seit wenigen Tagen weht auf dem Rohbau die Richtkrone.

Das Haus entsteht in der Nils-Bohr-Straße/Einsteinstraße und wird von Privatinvestoren errichtet. Das Land MV fördert den sozialen Wohnungsbau. Die Kaltmiete liegt bei 5,50 Euro pro Quadratmeter. Wohnberechtigungsschein ist Voraussetzung für Einzug.

Durch Förderung wird Wohnraum bezahlbar

Errichtet wird das Doppelhaus von Privatinvestoren, der Wohnen am Ryck Grundstücksgesellschaft. Das Land fördert den Neubau, um „bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, wie Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) während des Richtfestes betonte. Greifswalds Bausenatorin Jeannette von Busse (CDU) sagte: „Greifswald ist sehr daran interessiert, dass durch die Errichtung von geförderten Sozialwohnungen ein zusätzliches Angebot in der Stadt geschaffen wird. Erst Mitte März hatten die Oberbürgermeister ostdeutscher Städte auf ihrer Tagung in Greifswald von Bund und Ländern mehr Hilfe bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gefordert. 

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Wohnberechtigungsschein erforderlich

Voraussetzung für einen Mietvertrag ist ein Wohnberechtigungsschein, der im Amt für Bürgerservice beantragt werden kann (Bearbeitungsgebühr 10 Euro), wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (siehe Infokasten unten). Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben auch Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen und Renten. In der Wohngeldstelle der Stadt kann man sich vor Antragstellung kostenlos beraten lassen.

Wer darf eigentlich in so eine geförderte Sozialwohnung ziehen?

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Wohnberechtigungsschein (WBS):

Wofür ist der WBS nötig? Er wird benötigt, wenn jemand eine Wohnung mieten will, deren Bau mit öffentlichen Mitteln nach Paragraph 6 des Zweiten Wohnungsbaugesetzes gefördert wurde (sozialer Wohnungsbau).Wer kann einen WBS bekommen? Mehrere Personengruppen erfüllen in vielen Fällen die Bedingungen. Dazu gehören etwa Alleinerziehende, Studenten, Auszubildende, Behinderte, Rentner, Senioren, Ausländer und Personen, die Hartz IV beziehen.Welche Bedingungen gibt es? Der Erhalt ist abhängig vom Einkommen. Die Grenzen betragen für einen Ein-Personen-Haushalt 12 000, für einen Zwei-Personen-Haushalt 18 000 zuzüglich für jede weitere Person 4100 Euro. Leben Kinder im Haushalt, erhöht sich die Einkommensgrenze um 500 Euro je Kind. Seit 2013 ist eine Überschreitung dieser Einkommensgrenzen um bis zu 30 Prozent zulässig. Den Schein gibt es nur für den Hauptwohnsitz. Welche Wohnungsgrößen sind gesetzlich vorgeschrieben? Für einen Ein-Personen-Haushalt 45 Quadratmeter, für jede weitere Person kommen je 15 Quadratmeter dazu. Wo kann der Antrag gestellt werden? Der WBS kann in Wohnungsämtern der Gemeinden beantragt werden. In Greifswald ist die Wohngeldbehörde, Markt 15, zuständig.Welche Unterlagen sind nötig? Mietvertrag für aktuelle Wohnung, Nachweis der Mietzahlung, Einkommensnachweise wie Rentenbescheid, Lohnzettel, Zinserträge des Vorjahres, Kontoauszug mit Kindergeldnachweis, weitere Nachweise etwa über Unterhaltszahlungen, Schwerbehinderung oder Pflegegrad.

Wo gibt es noch mehr Infos? E-Mail der Wohngeldbehörde: wohngeld-greifswald@ greifswald.de oder allgemein www.wohnberechtigungsschein.net

Meerkatz Cornelia