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Greifswald Neuer Parkplatz entsteht 2015
Vorpommern Greifswald Neuer Parkplatz entsteht 2015
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02:00 21.08.2014
Auf dieser Fläche an der Bahnhofstraße soll eine Stellplatzanlage entstehen. Rechts liegt der Karl-Marx-Platz. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Nach 15 Jahren Planung ist es soweit. „Im Frühjahr 2015 wollen wir mit dem Bau eines neuen Parkplatzes an der Bahnhofstraße beginnen“, informiert Detlef Borchert, Geschäftsführer der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG).

Das Unternehmen baut zwischen dem Busbahnhof und der Aufstellfläche für Busse am Karl-Marx-Platz. „Die Stadt wird jetzt Eigentümerin der Fläche und verkauft dann an uns“, erläutert Borchert. Das hier stehende Eisenbahner-Wohnhaus werde abgerissen. Überhaupt sei einiges an Altlasten zu beseitigen.

Das kleine Backsteingebäude an der Ecke zum Karl-Marx-Platz bleibt wahrscheinlich stehen. Hier wurde im Keller ein Winterquartier von Fledermäusen entdeckt. Die GPG will auch versuchen, die große Linde auf dem Platz zu erhalten. „Wir planen mit 130 bis 140 Plätzen“, so Borchert. Da sei eine Reserve. Ursprünglich war von 150 Plätzen die Rede. Die GPG wolle sehen, wie sich der Bedarf entwickele. Ein Unsicherheitsfaktor sei das Gelände der KAW-Hallen. Dort plant ein Investor ein Einkaufszentrum mit 300 kostenlosen Parkplätzen (die OZ berichtete). Allerdings wurde das Vorhaben überraschend im Bauausschuss der letzten Bürgerschaft abgelehnt. Das Stadtparlament soll sich im Herbst erneut damit befassen.

„Die Preise an der Bahnhofstraße orientieren sich am Markt“, betont Borchert. „Unsere Zielgruppe sind Langzeitparker.“ Beispielsweise Mitarbeiter der Verwaltung könnten hier preiswert ihre Autos abstellen. Auch für Besucher des Westends der Langen Straße sei der neue Platz sicher interessant. Die Oberflächengestaltung sei eine Mischung aus Asphalt und Pflaster, ergänzt der zweite Geschäftsführer Fred Wixforth. „Die Kosten für die Errichtung des Parkplatzes liegen bei etwa einer halben Million Euro“, informiert er. „Die Schätzung ist allerdings schon älter. Fördermittel gibt es nicht.“

Bevor die Bauleute in der Bahnhofstraße anrücken, setzt die Parkraumgesellschaft im Herbst den letzten Teil des von der Bürgerschaft beschlossenen Parkraumkonzeptes um. Dabei geht es um den Vorrang des Anwohnerparkens im Bereich Soldmann-/Münterstraße. „Man wird dort auch sechs Stunden für 50 Cent stehen können“, setzt Borchert hinzu. Fred Wixforth kann sich vorstellen, dass in Zukunft noch im Bereich der Hafenstraße Anwohnerparken Vorrang bekommt. „Mit zunehmender Bebauung der Flächen am Wasser könnte das nötig sein“, sagt Wixforth.

Parkhaus Nexöplatz wird in zwei Abschnitten gebaut

Das geplante Parkhaus auf dem Nexöplatz hat die erste Hürde genommen. „Es gab nur wenige Bedenken, wie das Entstehen einer Straßenschlucht und eine Verschattung“, nennt Wixforth zwei Punkte der inzwischen abgeschlossenen Bürgeranhörung. Manche beruhten auf Fehleinschätzungen, setzt Borchert hinzu. „Wir bleiben unter den höchsten Bäumen.“ Etwa entspreche diese der Firsthöhe des Theaterbaus an der Anklamer Straße. Bestehende Grünflächen blieben erhalten. „Wir gehen im Moment von zwei Bauabschnitten aus“, sagt Borchert. Die sogenannten Schiffe mit den Parkplätzen werden quer zur Anklamer Straße stehen. Sie sind je 16 Meter lang. Zwischen ihnen verlaufen die Fahrgassen für die Autos. Die ersten Schiffe sollen auf dem heutigen Busparkplatz stehen, der verlegt wird. Dafür gibt es mehrere Varianten. Zunächst sollen mit Fertigstellung der ersten Stufe 400 Plätze angeboten werden. Auf konkrete Termine mag er sich nicht festlegen.

Mehr Eigenkapital
212 000 Euro aus den Parkgebühreneinnahmen werden in diesem Jahr aus dem Stadthaushalt an die GPG zur Erhöhung des Eigenkapitals überwiesen.
Laut Stadtverwaltung sei das auch erforderlich, um die in den Wirschaftsplänen der nächsten Jahre geplanten Investitionen der GPG umzusetzen. Diese, beispielsweise der Bau des Parkhauses Nexöplatz, werden über Kredite finanziert.
Der Dienstleistungsvertrag mit der Stadt von 2001 regelt auch die Verwendung eines eventuellen Überschusses im Haushalt der GPG.



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