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Greifswald Baubeginn für neues Parkhaus im nächsten Jahr
Vorpommern Greifswald Baubeginn für neues Parkhaus im nächsten Jahr
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17:06 23.01.2019
Parkhaus in Nürnberg. Optisch geschlossen von außen und von innen offen soll auch das Greifswalder Parkhaus sein. Wie es wirklich aussieht, legt der B-Plan fest. Quelle: Foto: Detlef Borchert
Greifswald

 In der Innenstadt kommt auf zwei Anwohnerparkberechtigungen nur ein Stellplatz. Die Bebauung weiterer Flächen am Hansering verschärft das Problem. Besucher und Menschen, die in die Stadt pendeln, suchen Stellplätze. Der große Hoffnungsträger ist ein Parkhaus am Theater (Nexöplatz) von dem seit Jahren die Rede ist. OZ fragte beim Geschäftsführer der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft, Detlef Borchert, nach. Die GPG ist für die Bewirtschaftung der beschrankten öffentlichen Stellplatzanlagen zuständig. Nicht dazu gehören die Fläche südlich des Hanserings, das Parkhaus Domcenter und an der Marienkirche. Bis auf die Marienkirche sind diese aber in das Parkleitsystem der GPG einbezogen. Die Gesellschaft gehört zu 100 Prozent der Stadt und führt teilweise Gewinne in den Greifswalder Haushalt ab.

Herr Borchert, wann wird das Parkhaus am Nexöplatz endlich gebaut?

Wir warten immer noch auf den Beschluss zum Bebauungsplan. Dafür ist die Stadt zuständig. Wenn alles gut geht, wird er vor den Kommunalwahlen im Mai beschlossen. Dann werden Planer mit der konkreten Umsetzung betraut. 2020 könnte Baubeginn sein. Wir gehen von einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro aus.

Wie viele Stellplätze entstehen?

Im ersten Bauabschnitt sind es 400, das ist eine Verdopplung gegenüber der jetzigen Zahl. Wir brauchen des Haus. Der Parkdruck ist in Greifswald hoch. Es ist eine boomende Stadt, in der überdurchschnittlich viele Menschen in der Innenstadt wohnen und arbeiten.

Kann sich die GPG die Investition leisten oder müssen die Gebühren erhöht werden?

Die Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft steht wirtschaftlich sehr solide da. Das bescheinigen uns die Banken. Die letzte größere Tarifveränderung war eine Abrundung zur Umstellung auf den Euro. Es gibt keine Pläne für eine Änderung auf beschrankten Parkplätzen.

Das Parkhaus steht an zentraler Stelle. Wie soll es aussehen?

Wir wollen ein ansprechendes Haus mit hochwertiger Fassade und Solarpaneelen auf dem Dach. Ein WC und ein sicheres Abstellen von Rädern sollten möglich sein. Dafür möchten wir einen Kiosk ansiedeln, der auch Räder ausleiht. Wenn es nur um mehr Wirtschaftlichkeit gehen sollte, dann könnte man auf das eine oder andere verzichten, aber das wäre nicht unser Ziel.

Mit der Inbetriebnahme des Parkhauses kommt das Ende des Parkdrucks?

Nein, dieser würde lediglich gemindert werden können. Das sagen zumindest Studien.

Ist die immer wieder geforderte Parkpalette an der Holzgasse, also am Hansering, für Sie noch ein Thema?

Vorstellbar ist alles, nach der Entscheidung für das Parkhaus Nexöplatz wird das mittelfristig ein Thema. Wenn, dann würden wir aber ein Parkhaus bauen.

Die letzten Parkautomaten in der Innenstadt verschwinden mit der Inbetriebnahme zu Gunsten des Anwohner-Parkens?

Das muss die Stadt noch endgültig entscheiden. Zur Zeit kann dort jeder nach 20 Uhr legal parken, ohne zu bezahlen, also auch Besucher. Das kann dazu führen, dass diese Stellplätze durch Pkw-Fahrer genutzt werden, die nicht in der Innenstadt wohnen.

Auch wenn noch sehr wenige ein Elektroauto fahren, bis 2030 soll sich das grundlegend ändern. Ist die GPG darauf eingestellt, dass damit ein großer Bedarf an Ladestationen einhergehen wird? Die zwei am Rathaus und die auf dem Gelände der Stadtwerke und am Freizeitbad reichen dann nicht aus.

Ja, im neuen Parkhaus Nexöplatz wären zunächst beste Voraussetzungen für Ladestationen gegeben. Die Leitungen werden in den Wänden und Trägern verlegt, so dass eine Erweiterung jederzeit möglich ist. Auf dem Parkplatz Bahnhofstraße und auf einem Teil der Parkfläche des Nexöplatzes sind schon die nötigen Leerrohre für Leitungen verlegt. Je nach Bedarf ist die Installierung von Ladestationen möglich.

Reicht das nach Ihrer Einschätzung aus?

Nein, wir möchten verhindern, das künftig aus den Fenstern Kabel hängen und setzen dabei auf die ebenerdigen Sammelparkanlagen. Darum möchte die GPG den Parkplatz Hansering an der Holzgasse als Eigentum übertragen bekommen, um hier in Ruhe vernünftig zu investieren. Wir wollen Leitungen verlegen und für die Zukunft weitere Voraussetzungen für Ladestationen schaffen.

Bisher kann man in Greifswald umsonst Strom zapfen. Wird das auch an den Stationen der GPG so sein?

Zum Aufladen der Batterien sind wir mit den Stadtwerken im Gespräch. Das betrifft auch die Zahl von Schnellladestationen, wie es jetzt eine am Freizeitbad gibt. Wir brauchen in der Zukunft ein Betriebsregime, um Überlastungen des Netzes zu vermeiden. Die Stadtwerke haben die Profis und werden die Ladesäulen betreiben.

Ladestationen für Elektroautos vor dem Greifswalder Rathaus Quelle: eob

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