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Greifswald Noba-Team verpatzt Rückrundenstart
Vorpommern Greifswald Noba-Team verpatzt Rückrundenstart
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00:00 08.01.2018
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Greifswald

Aus dem angestrebten Sieg gegen den Tabellenachten USV Potsdam wurde eine deutliche Heimniederlage. Anders als zum Saisonauftakt in Potsdam, wo der SV NoBa (Platz 11) lange gut mithielt und erst am Ende der Partie auf die Verliererstraße geriet, liefen die Greifswalder Basketballer zu Hause schon früh einem vorentscheidenden Rückstand hinterher.

Sie verloren das Spiel in der Regionalliga/Nord-Ost deutlich mit 75:109 (11:22/20:41/20:21/24:25).

NoBa-Präsident Arne Hanke ist enttäuscht: „Es war gerade in der ersten Halbzeit ein wirklich schlechtes Spiel von uns. Ein Teamplay war lange Zeit nicht erkennbar. Taktisch setzte die Mannschaft die vorgegebene Marschrichtung weder in der Offensive noch in der Defensive um.“ Das NoBa-Team deutete zumindest in der zweiten Hälfte sein Potenzial an. „Es reicht auf Regionalliga-Niveau aber nicht, nur 20 Minuten gut zu spielen“, mahnt Hanke.

Dabei schien Greifswald das Spiel anfangs gut in den Griff zu bekommen. Zwar vertändelte man im ersten Angriff noch leichtfertig den Ball, doch auch Potsdam konnte nicht erfolgreich scoren. So sorgte im zweiten Greifswalder Angriff ein Dreier von Michael Buse aus acht Metern und gleich im Anschluss ein erfolgreicher Korbabschluss von Joshua Bothe für eine 5:0-Führung. Das war dann aber schon die ganze Greifswalder Herrlichkeit. Fortan kam Potsdam besser ins Laufen und übernahm in der 7. Minute mit 8:6 selbst die Führung.

Greifswald fand in der Offensive kein Mittel mehr gegen die sehr schnelle und aggressive Verteidigung der Brandenburger. Potsdam störte früh. Greifswald hatte dadurch Schwierigkeiten, den Ball nach vorn zu bringen. Es gab kaum Chancen zum Korbabschluss. Die Ballverluste durch technische Fehler häuften sich. Viel besser lief es für den USV, der mit einem 14:0-Lauf auf 22:6 (9.) davonzog. Einzig ein erfolgreicher Dreier durch Ben Witt und ein Fastbreakabschluss durch Center Christian Bartelt sorgten für etwas Ergebniskosmetik (11:22).

Zu Beginn des zweiten Viertels hofften die knapp 50 Zuschauer nach einer sehenswerten Abschlussaktion (13:22) von Buse auf eine erfolgreiche Aufholjagd der Boddenstädter. Greifswald spielte aber wieder nur knapp drei Minuten auf gutem Niveau (13./21:28), um dann im Dreierhagel der Potsdamer endgültig den Spielfaden zu verlieren. Vor allem in der Defensive blieben die Greifswalder weit unter den eigenen Ansprüchen. Trotz einiger sehenswerter Blocks von Buse kam Potsdam viel zu oft zu relativ freien Würfen aus der Distanz, die mit extrem hoher Effektivität (7 Dreier) vom USV gnadenlos ausgenutzt wurden. So zog Potsdam bis zur Halbzeit spielentscheidend auf 63:31 davon.

Für ein Highlight sorgte Buse gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte. Nach einer Balleroberung brachte er das Spielgerät mit krachendem Dunking im Potsdamer Korb unter. Jetzt lief das Spiel ausgeglichener. Geschuldet war das allerdings der nachlassenden Konzentration der Potsdamer, die auf Grund der deutlichen Führung einen Gang zurückschraubten.

Auf Greifswalder Seite überzeugte zu diesem Zeitpunkt vor allem Rene Lübcke in der Offensive mit erfolgreichen Drei-Punkt-Würfen. In den ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte gelang es Lübcke, vier Dreier im Potsdamer Korb unterzubringen (26./48:76). Dann verletzte sich der Greifswalder Shooting-Forward am Sprunggelenk derart, dass er das Spiel nicht fortsetzen konnte. Die kurze Konfusion in den Reihen der Greifswalder nutze der USV, um den Abstand auf 84:48 (29.) zu vergrößern.

Im letzten Spielviertel passierte nicht mehr viel. Die Partie war längst entschieden. Beide Teams spielten jetzt lockeren Offensivbasketball, wobei Potsdam wieder traumhaft sicher von jenseits der Drei-Punktlinie traf und Greifswald nun endlich das lange vermisste Teamplay in der Offensive zeigte und ebenfalls fast jeden Angriff erfolgreich abschloss.

SV NoBa: Buse 15 Punkte, Lübcke 15, Fischer 11, Bothe 9, Bartelt 8, Steude 6, Schröder 4, Witt 3, Wiemann 2, E. Holzer 2, Liebsch, Lobsien.

Thomas Frömming

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