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Greifswald OZ-Umfrage: Wie soll es mit dem Segelschulschiff „Greif“ weitergehen?
Vorpommern Greifswald

OZ-Umfrage: Wie soll es mit dem Segelschulschiff „Greif“ weitergehen?

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20:32 20.02.2020
Segelschulschiff Greif auf der Wolgaster Peene-Werft in Wolgast Quelle: Tilo Wallrodt
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Greifswald

Die Nachricht hat viele überrascht: Das Flaggschiff der Hansestadt Greifswald wird in diesem Jahr wegen massiver Schäden an der Außenhaut an die Leine gelegt. Wir wollen von Ihnen wissen, wie Sie zu dem Schiff stehen. Sollte die Stadt das Geld für eine aufwendige Instandsetzung des Schiffes in die Hand nehmen oder sollte die „Greif“ – ähnlich wie die „Gorch Fock I“ in Stralsund – künftig fest vertäut als begehbares Denkmal an der Pier in Wieck liegen?

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Die Stadt beziffert die anstehenden Reparaturkosten auf einen deutlich sechsstelligen Bereich. Derzeit wird ein Sanierungskonzept erstellt, in dem genau aufgeschlüsselt wird, welche Maßnahmen nötig sind und welche Kosten bei einer Instandsetzung anfallen würden. Auf Grundlage dieser Fakten soll dann die Bürgerschaft im Sommer oder Herbst eine Entscheidung fällen, was mit der „Greif“ passiert.

Bau des Schiffes einst aus Spenden finanziert

Wir wollen Ihre Meinung hören. Sollte die Stadt an der „Greif“ als fahrende Botschafterin der Hansestadt festhalten? Und noch ein anderer Aspekt interessiert: Der Bau der Schonerbrigg wurde 1951 mit Spenden finanziert. Für die als Geschenk zum 75. Geburtstag des DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck gedachte Yacht kamen damals mehr als eine Million Mark zusammen. Pieck gab das Schiff beim Stapellauf an die Jugend weiter, ein Jahr später wurde es an die neu gegründete Gesellschaft für Sport und Technik (GST) weitergegeben, die es als Ausbildungsschiff nutzte. Würden Sie heute für den Erhalt des Schiffes spenden?

Traditionsreicher Zweimaster der Hansestadt

Für dieses Jahr wurden alle Törns abgesagt. Doch hat dies auch Auswirkungen auf die touristischen Events in Greifswald? Der maritime Saisonauftakt, den die Greifswald-Marketing GmbH für den 18. April plant und bei dem auch die „Greif“ neben dem Treideln und dem Wiecker Fischmarkt einen wichtigen Programmpunkt einnimmt, wird stattfinden. „Wir gehen davon aus, dass wir auch an den als ‚open ship‘ geplanten Schiffsbesichtigungen festhalten können“, sagte die Mitarbeiterin der Stadtmarketing-Gesellschaft, Theres Behnke. Genauere Absprachen sollen in Kürze mit „Greif“-Betriebsleiter Friedrich Fichte folgen.

Die „Greif“ liegt derzeit noch auf der Peene-Werft in Wolgast. Wann sie an ihren angestammten Liegeplatz nach Greifswald zurückkehrt, steht noch nicht fest.

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Von Martina Rathke