Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Oberbürgermeister kümmert sich vorerst nicht um besetztes Haus
Vorpommern Greifswald Oberbürgermeister kümmert sich vorerst nicht um besetztes Haus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 09.10.2014
Hausbesetzung Greifswald Brinkstraße 16 und 17
Hausbesetzung Greifswald Brinkstraße 16 und 17 Quelle: Tilo Wallrodt
Anzeige
Greifswald

Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König (CDU) wird sich vorerst nicht in den Konflikt um das besetzte Haus in der Brinkstraße 16-17 einschalten. Ulrich Rose (Alternative Liste) scheiterte am Dienstagabend im Wirtschaftsausschuss mit einer entsprechenden Beschlussvorlage. Sie sah vor, den OB an einen Runden Tisch mit den beiden Konfliktparteien zu bitten, um im Gespräch zu einer Lösung zu kommen.

Hintergrund: Die Brinkstraße 16-17 ist ein mehr als 150 Jahre altes Gebäudeensemble nahe der Greifswalder Innenstadt. Der Demminer Bauunternehmer Roman Schmidt kaufte das Haus, um es abzureißen und an selber Stelle ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus zu errichten. Alle Genemigungungen dafür liegen vor.

Dagegen hat sich Widerstand formiert. Eine Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt ein, organisierte Demonstrationen und Mahnwachen. Zudem hat eine davon unabhängige Gruppe das Haus vor einer Woche besetzt.

Rose wollte den OB in den Runden Tisch einbeziehen, um einer Eskalation vorzubeugen. Sozialsenator Ulf Dembski (SPD) wiegelte ab: Die Vermittlung sei keine Aufgabe des Rathauses. Zudem würden Runde Tische, das lehre schon die Geschichte, ein Instrument der Zivilgesellschaft sein, bei dem die obere Verwaltungsebene eben nicht federführend sei.



Kai Lachmann