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Greifswald Online gegen Dreck und Schmierereien
Vorpommern Greifswald Online gegen Dreck und Schmierereien
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06:10 11.03.2019
Bernd Kiesendahl ist für das Greifswalder Onlineportal "Klar Schiff" zuständig Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Immer mehr Bürger nutzen das städtische Online-Portal „Klar Schiff“ um ihre Probleme mit kaputten Wegen, Lampen oder illegalen Müllhalden zu melden. Seit Einführung 2015 stieg die Zahl der Hinweise von 389 auf 836 an. In den ersten sechs Wochen dieses Jahres waren es bereits 70. Neben Schwerin und Rostock ist Greifswald die einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, die über ein solches Portal verfügt. Nach der Eintragung auf „Klar Schiff“ werden die Probleme zur Bearbeitung an die Fachämter weitergeleitet.

„Der Anstieg der Meldungen ist eine sehr schöne Entwicklung“, sagt Bernd Kiesendahl, Leiter der Abteilung Ordnungsangelegenheiten/Anliegenmanagement im Rechtsamt der Stadt. „,Klar Schiff’ ist so etwas wie der direkte Draht zur Verwaltung. Wir wünschen uns eine noch bessere Nutzung, damit wir Greifswald noch schöner, sauberer und sicherer machen können. Unsere Plattform ist ja über die Internetseite der Stadt auch per Smartphone erreichbar.“

Am häufigsten wird „Klar Schiff“ genutzt, um auf einen mangelhaften Zustand von Gehwegen, Radwegen und Straßen aufmerksam zu machen. Das entfielen im letzten Jahr 231 Meldungen, die Zahl nahm kontinuierlich zu. Auf Platz zwei folgte 2018 erneut Müll und Schmutz mit 119 Meldungen. Das waren sogar etwas weniger Beschwerden als 2017 (124). Auch die Zahl der Meldungen wegen Problemen mit öffentlichem Grün oder Spielplätzen sank im Vergleich der Jahre 2017 und 2018, und zwar von 84 auf 72. Womöglich teilweise eine Wirkung der Super-Müllschlucker auf dem Markt, am Museumshafen und in den Credneranlagen. „Sie haben sich bewährt“, sagt Kiesendahl. „Bei den Stadtfesten hoffe ich, dass es künftig durch den Einsatz von wiederverwendbaren Geschirr weniger Müllprobleme gibt,“ so Kiesendahl. Und wer am Museumshafen im Sommer grillt, der sollte im Grundsatz seinen Müll danach mitnehmen und die Entsorgung der Stadt überlassen.

Besonders deutlich fiel der Rückgang der Meldungen bei den Falschparkern auf. 68 Meldungen im letzten Jahr waren sogar weniger als 2016 (76), 2017 waren es 100. Sechs Politessen sind schwerpunktmäßig zur Kontrolle des ruhenden Verkehrs in Greifswald unterwegs. Die Schwerpunkte orientieren sich nicht zuletzt an den Meldungen auf „Klar Schiff“. Bürgeranzeigen können auch Bußgeldverfahren nach sich ziehen.

Nach der letzten erfolgten Auswertung werden 60 Prozent der Meldungen innerhalb eine Woche bearbeitet. Bei weiteren 30 Prozent dauert es vier Wochen, und über als drei Monate Wartezeit erreichten nur 1,35 Prozent. „Der Bauhof reagiert sehr akkurat und schnell“, lobt Kiesendahl. Der Bauhof werde auch schnell aktiv, um illegale Aufkleber und Schmierereien zu beseitigen. Aber das gehe natürlich nur bei öffentlichen Gebäuden. „Bei Privatleuten ist das schwierig. Und wenn auf privaten Grünflächen geparkt wird, können wir ebenfalls nichts machen.“ Wenn über besonders viele illegale Graffiti geschimpft wird, dann solle man stets daran denken, dass Greifswald eine junge Stadt sei, meint Kiesendahl.

Die Verteilung der Meldungen auf die Stadtteile entspricht großteils den Erwartungen. Die Innenstadt lag im letzten Jahr mit 102 Meldungen knapp vor dem Ostseeviertel (100), 2017 war es umgekehrt. Auch die Nördliche Mühlenvorstadt und die Fleischervorstadt tauschen die Plätze drei und vier. Besonders selten melden die nur wenige Einwohner zählenden Ortsteile Riems und Friedrichshagen Misstände. Im letzten Jahr waren es in Friedrichshagen fünf und im Ortsteil Riems sieben, das waren allerdings 70 Prozent aller bisherigen Beschwerden.

Ob einzelne Bürger immer wieder Misstände aufzeigen, kann Kiesendahl nicht sagen. „Die Meldungen erfolgen anonymisiert, es gibt aber E-Mail-Adressen, die häufiger auftauchen.“ Auf „Klar Schiff“ kann man ebenfalls Ideen melden. Im letzten Jahr wurde mit 86 ein neuer Rekord erreicht.

Eckhard Oberdörfer

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