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Ostvorpommern 2000 Unterschriften für einen Radweg
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern 2000 Unterschriften für einen Radweg
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00:00 08.05.2014
Anne und Georg Bartolomäus, Alexander Hofstätter und Gemeindepfarrer Irmfried Garbe (v.l.) streiten neben vielen anderen für den Bau eines Radwegs von Greifswald nach Dersekow. Quelle: jes
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Dersekow

Mit soviel Zuspruch hatten Anne und Georg Bartolomäus nicht gerechnet: Mitte März waren das Dersekower Ehepaar und andere Bürger öffentlich für den Bau eines Radwegs von Dersekow zum fünf Kilometer entfernten Stadtrand von Greifswald eingetreten (die OZ berichtete). Heute, sieben Wochen später, wird ihre Initiative von nahezu 2000 Menschen unterstützt.

„Der Radweg ist das Thema hier“, sagt Irmfried Garbe, evangelischer Pfarrer für Dersekow und Görmin. Seit weite Abschnitte der Strecke vor wenigen Jahren mit Leitplanken begrenzt wurden, trauten sich viele nicht mehr mit dem Rad auf die zeitweise starkbefahrene, kurvenreiche Landstraße. Zu gefährlich erscheine das, zumal die Planken es unmöglich machten, Autos seitlich auszuweichen.

76 Unterschriftenlisten haben die Streiter für den Radweg an Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) nach Schwerin geschickt. Kopien der Listen gingen auch an Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) sowie die Bürgermeister der Stadt Greifswald und der Gemeinden Hinrichshagen, Dersekow und Görmin. In einem Schreiben unterrichteten die Aktivisten zudem die Landtagsfraktionen von CDU, SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen über ihr Anliegen. Dersekow, Hinrichshagen und weitere Ortsteile seien beliebte Wohnorte zwischen Greifswald und dem Peenetal. Viele der hier lebenden Menschen hätten den Wunsch, „sich häufiger und geschützt vor dem Kfz-Verkehr mit dem Fahrrad zu bewegen“. Dafür gebe es finanzielle, gesundheitlich-körperliche und ethische Gründe. Die Hansestadt Greifswald müsse „als Arbeitsort, Gymnasial-, Ausbildungs- und Studienort sowie als Kultur- und Einkaufszentrum mit dem Fahrrad gefahrlos erreichbar“ sein. Dies gelte besonders für Kinder und Jugendliche, die täglich zum Unterricht nach Greifswald müssten und dort die vielfältigen Kultur- und Freizeitangebote nutzten. Für den Radweg sprechen laut Bürgerinitiative (BI) nicht zuletzt touristische Gründe: „Unsere Orte“, macht sie deutlich, „liegen aus Greifswalder Sicht auf dem Weg zum Naturpark Peenetal.“ Mit einem Radweg von Greifswald nach Dersekow würde eine Lücke geschlossen. Denn unmittelbar hinter Klein Zastrow bei Dersekow gebe es bereits einen Radweg entlang der Landstraße, auf dem man bis zur Peene gelangen könne.

„Wir wollen nicht darauf warten, dass der Bau dieses Radweges erst an Priorität gewinnt, wenn ein Radfahrer auf dieser Landstraße bei einem Unfall mit einem Auto zu Tode kommt“, stellt Georg Bartolomäus klar. Darum hätte die BI den Minister, die Landrätin und Politiker nachdrücklich aufgefordert, sich mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für diesen Radweg einzusetzen.

Demo am 17. Mai
Mit einer Fahrraddemo am 17. Mai soll der Forderung nach einem Radweg von Greifswald nach Dersekow Nachdruck verliehen werden. Die Demo startet an diesem Tag um 14.40 Uhr am Ortsausgang Groß Zastrow und führt über Dersekow nach Greifswald, wo gegen 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Markt beginnen soll.



Sven Jeske

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