Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ostvorpommern Caffier: Punkband steht zu Recht im Bericht des Verfassungsschutz
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Caffier: Punkband steht zu Recht im Bericht des Verfassungsschutz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:00 16.05.2014
Scheiterten vor Gericht: Feine Sahne Fischfilet. Quelle: OZ
Anzeige
Schwerin

Die vorpommersche Punkband Feine Sahne Fischfilet steht zu Recht im Verfassungsschutzbericht 2012. Diese Haltung vertreten das Verwaltungsgericht Schwerin und Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Das Gericht hat den Antrag der Musiker, die unter anderem aus Hanshagen, Jarmen und Greifswald stammen, auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt, teilt das Innenministerium mit. Gegenstand der Entscheidung war die Frage, ob die Band im Verfassungsschutzbericht 2012 genannt und dem Linksextremismus zugeordnet werden darf. Die Nennung im Bericht des Jahres 2011 stehe ebenfalls „im Einklang mit den rechtlichen Bestimmungen“, so Ministeriumssprecher Michael Teich. Caffier sieht sich durch das Urteil „in der Bewertung der Punkband bestätigt“.

Durch die ausführliche Erwähnung im Verfassungsschutzbericht 2011 und die anschließende Klage der Band dagegen erregte Feine Sahne Fischfilet bundesweit Aufmerksamkeit. Überregionale Medien wie Süddeutsche oder Spiegel Online berichteten über den Fall. Nachdem sich daraufhin das damals aktuelle Album „Scheitern und Verstehen“ sehr gut verkaufte, bedankten sich die Musiker für die unentgeltliche Werbung beim Verfassungsschutz mit einem Präsentkorb „und einer schönen Dankeskarte mit einer Giraffe drauf“, wie die Plattenfirma Audiolith Ende 2012 mitteilte.

Mittlerweile sind die Musiker nicht mehr zu Aktionen dieser Art aufgelegt. Sie beschweren sich vor allem darüber, dass ihnen zwei Seiten im Bericht gewidmet werden, deutlich mehr als Bands aus dem rechten Spektrum. „Es geht darum, Leute zu kriminalisieren und mit Rechten gleichzusetzen. Das ist eine Frechheit“, empörte sich Gitarrist „Tscherni“ kürzlich in einem Fernsehbeitrag.

Zudem gewann die Band einen Rechtsstreit gegen den Verfassungsschutz. In einem Bericht wurde ein Foto der Musiker verwendet, ohne dass die Beamten eine Erlaubnis des Fotografen einholten und somit einen Bruch des Urheberrechts begingen. kl



OZ

Jutta Dinse und Thomas Thielicke treten an. In der OZ sagen sie, was sie vorhaben.

16.05.2014

Für die Exkursion des Pommerschen Landesmuseums auf den Spuren des pommerschen Baumeisters Hinrich Brunsberg am 14. Juni sind noch Plätze frei.

16.05.2014

Große Freude an der Züssower Grundschule. Die Klasse 4a hatte am Mittwoch an der Waldolympiade des Forstamtes Jägerhof teilgenommen und — wie im Vorjahr — den ersten Platz belegt.

16.05.2014