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Ostvorpommern Ein Taler für das Peenetal
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Ein Taler für das Peenetal
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06:48 09.12.2014
334 Quadratkilometer auf 80 Kilometer Länge: Das Peenetal ist der jüngste Naturpark im Land. Quelle: oz
Stolpe

Ab sofort kann sich jedermann an der Finanzierung von Pflegemaßnahmen im Peenetal, dem jüngsten Naturpark des Landes, beteiligen. Der Förderverein für den geschützten Landschaftsraum hat dazu sogenannte Peenetaler herausgegeben. Die handtellergroßen Plaketten in Bronze, Silber und Gold sind für 25, 50 und 75 Euro erhältlich. Je nach Wert unterstützt der Käufer so erhaltende Maßnahmen auf Flächen von 250, 500 oder 750 Quadratmetern. Und das 12 Monate lang.

„Das Ganze ist eine Art Peenetal-Patenschaft auf Zeit“, verdeutlicht Vereinsvorsitzender Klaus Oldenburg. Auf diese Weise könnten Naturflächen von europaweiter Bedeutung gepflegt werden, was sonst kaum möglich wäre. Beispielsweise die einmaligen Orchideenwiesen bei Gützkow und die Mehlprimelwiesen an der Redoute bei Anklam. Sie müssen gemäht und gemulcht werden, damit sie erhalten bleiben und auch künftige Generationen verzaubern. Derart spezielle Arbeiten würden nicht vom Land und den beiden Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte finanziert, die Träger des Naturparks sind. „Bis 2014 war die Pflege der Gützkower Orchideenwiesen durch das Straßenbauamt als Ausgleichsmaßnahme finanziert worden“, schildert Naturparkleiter Frank Hennicke. Ab 2015 aber stehe kein Geld mehr zur Verfügung. Deshalb begrüße er die jetzige Aktion des Fördervereins ausdrücklich.

Der Peenetaler mache finanzielle Unterstützung über die Region hinaus möglich, verdeutlicht Klaus Oldenburg. Er ist optimistisch, die erforderlichen Einnahmen für wichtige Pflegeeinsätze zu erzielen.

Als Abnehmer für die Peenetaler haben die Initiatioren neben der einheimischen Bevölkerung auch Urlauber im Blick. „Aus ganz Deutschland kommen Besucher, um die naturbelassene Peene hautnah zu erleben. Und so mancher ist bereit, einen Obulus für den Erhalt dieser traumhaften Natur hierzulassen“, ist sich Antje Enke vom Büro für Medien und Tourismus in Anklam sicher.

Die Aktion Peenetaler hat Vorbilder: Eines aus der Region ist die erfolgreiche Beteiligung der Bevölkerung am Wiederaufbau der Anklamer Nikolaikirche, seinerzeit gleichfalls von einem Förderverein in Gang gebracht. Um die seit dem Zweiten Weltkrieg unverglasten Fensteröffnungen der Kirchenruine zu schließen, hatten engagierte Bürger der Peenestadt im Jahr 2004 zu Spenden aufgerufen. Mit einem bestimmten Betrag konnte wer wollte eine 16 mal 21 Zentimeter große Klarglasscheibe finanzieren. Der Geldgeber erhielt die Möglichkeit, seinen Namen in die Scheibe eingravieren zu lassen und somit Teil der wiederaufgebauten Kirche zu werden. Das Konzept ging auf, die Aktion wurde ein Renner. Alsbald waren mehr als 600 Scheiben für die Kirche beisammen.

Wertvoller Taler
Der Peenetaler ist für 25, 50 und 75 Euro erhältlich. Mit seinem Erwerb unterstützt der Käufer ein Jahr lang die Pflege wertvollster Landschaft direkt vor unserer Haustür. Ein Euro finanziert den Erhalt von zehn Quadratmetern. Erhältlich sind die Peenetaler über das Naturparkzentrum in Stolpe, ☎ 0397 21/ 56 29 10.



Sven Jeske und Anna Markovich

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