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Ostvorpommern Ein Traum wird wahr: Neuer Glanz für Schloss Wrangelsburg
Vorpommern Greifswald Ostvorpommern Ein Traum wird wahr: Neuer Glanz für Schloss Wrangelsburg
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00:00 30.12.2017
Schloss Wrangelsburg strahlt wieder: Seit Sommer wurden Dach, Fenster und Fassade erneuert. Bald steht auch der neue Turm. Quelle: Foto: Privat
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Wrangelsburg

Gerd von Problotzki hat Wort gehalten: In den zurückliegenden sechs Monaten hat er als Eigentümer das historische Schloss Wrangelsburg umfassend saniert. Es erhielt ein neues Dach mit neun Türmchen und zwölf neuen Gauben. Außerdem wurden 101 Fenster gewechselt und die Fassade komplett erneuert. Vom alten Schandfleck ist nicht mehr viel übrig, denn auch im angrenzenden Park wurde schon umgestaltet. In unmittelbarer Nähe zum Schloss ließ von Problotzki eine Blutrotbuche pflanzen. „Alteingessene haben mir erzählt, dass dort immer ein solcher Baum stand. Das möchte ich gern wieder aufleben lassen“, sagt der Schlossbesitzer.

Neubrandenburger Eigentümer hat Dach, Fenster und Fassade instandgesetzt

Alte neue Fenster

101 Fenster wurden im Schloss ausgewechselt und durch neue, dem historischen Vorbild entsprechend, ersetzt. Das sanierte Dach zieren wieder neun Türmchen, der große Turm soll zusammen mit zwei kleinen 2018 aufgebaut werden. Auch der Innenausbau wird nach historischem Vorbild erfolgen.

Das Schloss Wrangelsburg wurde 1880 errichtet und steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

Das Schloss äußerlich wieder erstrahlen zu lassen, sei eine echte Herausforderung gewesen, so der Neubrandenburger Unternehmer. „Am schlimmsten war der Zustand des Daches. Ich hatte ihn mir so nicht vorgestellt“, gesteht von Problotzki. Doch wenn sich der Unternehmer was in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es auch durch. Er nahm Kontakt zu den Nachfahren der Alteigentümer des Schlosses auf und konnte dank alter Fotos und vieler Berichte vieles wieder so herrichten, wie es einst aussah. Selbst die Wetterfahnen auf den Türmchen fehlen nicht. „Wir haben alle Arbeiten mit viel Liebe zum Detail ausgeführt“, so der Eigentümer.

2018 soll dann der große Turm direkt über dem Eingangsportal mit zwei kleinen dazugehörigen Türmchen gebaut werden. „Bisher fehlt uns dafür noch die Baugenehmigung, aber wir rechnen Anfang des Jahres damit. Und dann geht es an den Innenausbau. Das wird noch mal ein großer Brocken, denn wie schon bei der äußeren Hülle bauen wir auch dort ohne Fördermittel“, schildert Gerd von Problotzki. Später sollen auch alle Terrassen nach historischem Vorbild instandgesetzt oder neu errichtet werden.

Er hat im Frühsommer das historische Gebäude vom Energiekonzern EWE gekauft. Dieser hatte Schloss Wrangelsburg 2012 von der Gemeinde erworben, weil geplant war, nahe Züssow einen großen unterirdischen Gasspeicher zu errichten. Das Haus wollte der Konzern für seine Mitarbeiter nutzen. Der Verkauf sei völlig reibungslos verlaufen, so von Problotzki. Dadurch konnte er schnell mit der Sanierung beginnen.

Gemeinsam mit seiner Familie möchte er das Gebäude für private Wohnzwecke nutzen. Allerdings könne er sich mittlerweile vorstellen, nach der Fertigstellung die beiden unteren Säle auch für Feste und Feiern, beispielsweise für Hochzeiten, zu vermieten. Auch die Möglichkeit der Trauung im Schloss sei denkbar. Genug Anfragen jedweder Art gebe es bereits.

Auf das Schloss war die Familie bei einem Ausflug aufmerksam geworden. „Wir haben ein Faible für alte Schlösser und Gutshäuser und mit unserer Immobilien-Firma auch schon mehrere dieser Gebäude nach jahrelangem Leerstand instandgesetzt“, sagt der Neubrandenburger. „Dieses unwiederbringliche Bauwerk soll für nachfolgende Generationen erhalten werden“, nennt er als Grund für sein Engagement. Ende 2019 will Gerd von Problotzki die Sanierung des Schlosses Wrangelsburg komplett abgeschlossen haben.

Cornelia Meerkatz

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